EZB - Ende der Anleihenkäufe erst bei höherer Inflation

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird laut Chefvolkswirt Peter Praet die vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe erst beenden, wenn sie stärker von einem Anziehen der Inflation überzeugt ist. Die Notenbank werde ihre Geldpolitik normalisieren, "sobald wir festgestellt haben, das es eine nachhaltige Veränderung im Inflationspfad gibt", sagte Praet am Montag laut Redetext in Brüssel.

Die EZB strebt mittelfristig eine Inflation von knapp 2 Prozent an, verfehlt dieses Ziel aber seit Jahren. Im Dezember waren die Verbraucherpreise zum Beispiel nur um 1,4 Prozent angezogen. Um für mehr Inflation zu sorgen, kauft die EZB im großen Stil Wertpapiere. Die Transaktionen sind mittlerweile auf 2,55 Billionen Euro angelegt. Sie sollen noch bis mindestens Ende September fortgesetzt werden. Deutsche-Bundesbank-Präsident Jens Weidmann fordert ein konkretes Enddatum, welches die EZB bisher nicht ausgegeben hat.

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