Exxon Mobil will trotz Ölmarktkrise nicht auf Zukäufe verzichten

Der US-Ölkonzern Exxon Mobil zeigt sich trotz eines verschärften Sparkurses offen für Zukäufe. Wegen des anhaltend niedrigen Ölpreises sollen die Investitionen zwar weiter zurückgefahren werden. Auf Übernahmen will Firmenchef Rex Tillerson aber nicht verzichten.

"Wir haben die finanzielle Flexibilität, um attraktive Möglichkeiten anzugehen", erklärte Tillerson am Mittwoch anlässlich einer Analystenkonferenz in New York. Der weltgrößte börsennotierte Ölkonzern hat diese Woche ausgestattet mit seiner Top-Bonitätsnote "AAA" den Anleihenmarkt angezapft und zwölf Milliarden Dollar (11,04 Mrd. Euro) bei Investoren eingesammelt. Das schürte Spekulationen, der Konzern aus dem US-Bundesstaat Texas könnte schon bald auf Einkaufstour gehen.

Seit Mitte 2014 ist der Ölpreis um rund 70 Prozent eingebrochen, was die Branche hart getroffen hat. Zahlreiche Stellen wurden gestrichen, viele Projekte liegen auf Eis. Bei Exxon Mobil summierten sich die Investitionen 2013 noch auf 42,5 Milliarden Dollar. 2015 waren es nur gut 31 Milliarden Dollar, 2016 sollen es 23,2 Milliarden sein, im Jahr danach noch weniger.

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