Experten erwarten Milliardenschäden durch Sturm "Niklas"

Frankfurt - Der Orkan "Niklas" hat in Europa nach Schätzungen von Experten Milliardenschäden angerichtet. Auf die Versicherer kämen nach Modellberechnungen Zahlungen von 1,0 bis 1,9 Mrd. Euro zu, wie die Versicherungsexperten von AIR Worldwide am Dienstag mitteilten. Der Großteil der Schäden sei in Deutschland zu erwarten, aber auch in Österreich und der Schweiz und auf den britischen Inseln.

"Niklas" war Ende März mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 190 Kilometer pro Stunde über Österreich hinweggezogen.

Die meisten Versicherer halten sich mit Schadenschätzungen bisher zurück. Die Stuttgarter SV SparkassenVersicherung sprach für ihre Kunden von einem zweistelligen Millionenschaden. In Österreich rechnen UNIQA, Generali und die zur VIG gehörende Wiener Städtische nach ersten Schätzungen jeweils mit Schäden in einstelliger Millionenhöhe.

Laut AIR Worldwide sind die einzelnen Schäden an Häusern, Fabriken, Autos und landwirtschaftlichen Flächen relativ gering. Das mache eine Schadenschätzung auch besonders schwierig. Sie summierten sich aufgrund der breiten Schneise, die "Niklas" geschlagen hat, allerdings auf beträchtliche Summen.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma