Experten: EZB verfehlt auf Jahre hinaus Inflationsziel

Angesichts des drastischen Preisverfalls beim Öl wird die EZB nach Ansicht von Experten auf Jahre hinaus ihr Inflationsziel verfehlen. Selbst zu Beginn des nächsten Jahrzehnts wird die Teuerungsrate in der Eurozone nur bei 1,8 Prozent liegen, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage unter professionellen Beobachtern der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht.

Die EZB strebt einen Wert "unter, aber nahe zwei Prozent" an. Für dieses Jahr senkten die Beobachter ihre Prognose auf 0,7 von zuvor 1,0 Prozent. 2017 soll die Jahresteuerung dann mit 1,4 Prozent doppelt so hoch, doch noch immer meilenweit vom Ziel der EZB entfernt sein.

Die EZB hatte im Dezember für 2016 noch eine Inflationsrate von 1,0 Prozent veranschlagt. Womöglich muss diese Vorhersage im März kassiert werden, womit Befürworter einer noch lockereren Geldpolitik Argumente an der Hand hätten. EZB-Chef Mario Draghi hatte am Donnerstag nach der EZB-Ratssitzung betont, dass die Währungshüter die Talfahrt des Öls nicht kalt lassen könne. Es drohe die Gefahr, dass sich der Preisverfall auch in anderen Gütergruppen festsetze. Dan könnte eine deflationäre Abwärtsspirale ausgelöst werden. Dabei halten sich Verbraucher in Erwartung immer günstiger Preise mit Käufen zurück, Löhne sinken und Investitionen kommen ins Stocken.

New York (APA/dpa) - Tesla-Chef Elon Musk hat mit seinen waghalsigen Tweets zum möglichen Börsenabgang seiner Firma einem Fernsehbericht zufolge nun offizielle Untersuchungen der US-Börsenaufsicht ausgelöst. Die Investoren schicken daraufhin die Tesla-Aktie auf Talfahrt.
 

Newsticker

US-Börsenaufsicht lädt alle Tesla-Vorstände vor - Bericht

Wien (APA) - Der in London börsennotierte Feuerfestkonzern RHI Magnesita hat im ersten Halbjahr deutlich mehr Geschäft gemacht und gut verdient. Geholfen haben Preiserhöhungen, aber auch die gelieferten Mengen legten zu. RHI Magnesita profitierte von den US-Strafzöllen auf Stahlimporte, die zu einer höheren lokalen Produktion und damit zu mehr Magnesitimporten führten.
 

Newsticker

RHI Magnesita mit gutem Halbjahr auch dank US-Stahlzöllen

Wellington (APA/AFP) - Im Kampf gegen einen massiven Anstieg der Immobilienpreise sollen Ausländer in Neuseeland künftig nur noch in Ausnahmefällen Wohneigentum kaufen können. Durch ein am Mittwoch verabschiedetes Gesetz, mit dem Regierungschefin Jacinda Ardern ihr Wahlkampfversprechen für erschwinglichen Wohnraum umsetzen will, wird der Erwerb von Häusern durch Nicht-Neuseeländer deutlich eingeschränkt.
 

Newsticker

Neuseeland schränkt Kauf von Wohneigentum durch Ausländer ein