Experte: Schlechte Jobchancen für Flüchtlinge wegen flauer Konjunktur

Die Chancen der Flüchtlinge am heimischen Arbeitsmarkt seien nicht sonderlich gut, erläutert der Arbeitsmarktexperte August Gächter im Gespräch mit der APA. "Für die Erwerbstätigkeit von Flüchtlingen waren mehrjährige Phasen von größerem Wirtschaftswachstum stets wichtig. Glück hatten die Flüchtlinge aus Rumänien 1990, weil sie mitten in einem Boom eintrafen und sofort in Beschäftigung kamen."

Zusätzlich würden fehlende Deutsch-Kenntnisse oder die schwierige Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse den Einstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt erschweren, sagte die Soziologin Julia Schuster von der Universität Linz auf APA-Anfrage.

Dass sich Zuwanderung auch positiv auf die heimische Wirtschaft auswirken kann, bestätigt Gächter, der am Zentrum für Soziale Innovation tätig ist. "Das war ziemlich sicher auch 1992 so, als ab April eine große Zahl an Flüchtlingen aus Bosnien eintraf. Wifo und IHS sagten zu diesem Zeitpunkt voraus, die Wirtschaft würde 1992 um 0,5 Prozent schrumpfen. Am Ende wuchs die Wirtschaft 1992 aber um 1,6 Prozent, nach der Revision 2015 sogar um 1,8 Prozent."

Der positive Effekt könne aber nur eintreten, wenn sehr viele Leute auf einmal eintreffen, und sie alle mit Nichts kommen, denn dadurch würde eine Nachfrage entstehen. "Das entspricht genau den Argumenten der Gewerkschaften zugunsten einer Anhebung der niedrigsten Löhne. Finanziert wurde die zusätzliche Nachfrage damals wie heute nur zum Teil aus den öffentlichen Budgets. Private Geldspenden sowie Sachspenden neu gekaufter Dinge spielen eine große Rolle", meinte Gächter.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro