Experte sieht Leasing-Schaden in Millionenhöhe für Tirols Gemeinden

Ein Experte der "Kommunalberatungs GmbH" sieht einen Schaden in Millionenhöhe für Tirols Gemeinden aufgrund falscher Berechnungen durch Leasinggesellschaften. Alleine bei Finanzierungen über die Tiroler Kommunalgebäudeleasing (TKL) schätzte Experte Thomas Swancar den Schaden für Kommunen und Unternehmen auf 30 bis 50 Mio. Euro, berichtete die "Tiroler Tageszeitung (Dienstagsausgabe).

Die TKL wies die Vorwürfe gegenüber der "TT" zurück. Zu Refundierungen sei es nur in Einzelfällen gekommen, erklärte Geschäftsführer Josef Walch. Die Rückerstattung sei außerdem nicht wegen fehlerhafter Berechnungen der TKL erfolgt, sondern aufgrund unterschiedlicher Auslegungen bei Finanzierungskosten und Änderungen im Steuerrecht.
Die Kommunalberatung hat dem Bericht zufolge im Auftrag vieler Tiroler Gemeinden kostenlos Leasingverträge prüfen lassen. Im Erfolgsfall erhalte sie einen Teil der erstrittenen Summe. "Wir haben bisher 15 Verträge kontrolliert. In zehn Fällen haben Gemeinden Rückzahlungen erhalten", sagte Swancar. Insgesamt 1,5 Mio. Euro hätten diese Gemeinden bisher außergerichtlich erstritten. So seien Kreditgebühren zu Unrecht verrechnet, die Kaution nicht berücksichtigt oder Steueränderungen nicht weitergegeben worden.
Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf (ÖVP) rät den Gemeinden indes zu einer Kontrolle ihrer Leasing-Verträge. "Sich das anschauen zu lassen, schadet nie. Vor allem, wenn es nichts kostet", erklärte Schöpf.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

Newsticker

Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

Newsticker

Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

Newsticker

Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma