Experte: US-Vorwürfe zu Nachteilen auf Automarkt "völliger Blödsinn"

Bergisch Gladbach/Washington (APA/dpa) - Als "völligen Blödsinn" hat der deutsche Autoexperte Stefan Bratzel Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, dass US-Autobauer in Deutschland benachteiligt würden. Der Markt sei zwar schwierig, da hohe technische Vielfalt gefragt sei. Allerdings handle es sich für die amerikanischen Unternehmen eher um ein Designproblem.

"Die US-Hersteller haben zum Beispiel keine Premiumprodukte", sagte Bratzel vom Autoinstitut der Wirtschaftshochschule Bergisch Gladbach am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Zudem sei es schwierig, sich gegen die starken deutschen Hersteller durchzusetzen. Trump hat der EU vorgeworfen, den Verkauf amerikanischer Autos in Europa unmöglich zu machen.

Strafzölle auf deutsche Autoexporte in die USA, wie sie Trump androhe, seien für die Hersteller hierzulande aber eine "Katastrophe", sagte Bratzel. Gerade im Premiumsegment seien die Autobauer "enorm" abhängig von Exporten, auch in die USA. Falls sich der Handelsstreit zwischen den USA und der EU weiter hochschaukele, sei dies "sehr, sehr schlimm" für die deutschen Konzerne. Die Kosten würden steigen, und auch die hochgradige Vernetzung nehme Schaden, so der Experte. Er vermutet, dass Trump die Branche gezielt ins Visier genommen hat: "Die Autoindustrie steht stellvertretend für die Exporterfolge Deutschlands." Trump hatte wiederholt den Handelsüberschuss der Bundesrepublik Deutschland gegenüber den USA kritisiert.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte