Experte: Opel wird zur Design-Hülle für PSA-Technik

Rüsselsheim/Essen (APA/dpa) - Der vom französischen PSA-Konzern übernommene Autobauer Opel wird nach Einschätzung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer seine Eigenständigkeit weitgehend verlieren. Die Peugeot-Mutter PSA scheine ausschließlich am historischen Opel-Kundenstamm interessiert zu sein, schreibt der Direktor des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen.

Dudenhöffer sieht die Ex-General-Motors-Tochter Opel als vergleichsweise schwache Marke, die in den vergangenen Jahren in Europa beständig Marktanteile verloren habe. "Opel leidet an Kundenschwund", erklärte der Experte vor Veröffentlichung der Konzern-Halbjahreszahlen an diesem Dienstag (24. Juli) in Paris. Der Opel-Betriebsrat könne diesen Prozess nicht stoppen.

Verkäufe seien zudem mit einem überdurchschnittlichen Anteil sogenannter Eigenzulassungen erreicht worden. Das Kalkül von PSA-Chef Carlos Tavares scheine zu lauten, Opel als PSA-Hülle aufzustellen. Das Unternehmen hat bereits angekündigt, bis 2024 alle Opel-Modelle auf PSA-Plattformen zu stellen. Erste nahezu baugleiche Schwestermodelle gibt es bereits.

Das Opel-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim soll im Konzernverbund arbeiten und für die Opel-Wagen verantwortlich zeichnen, wobei allerdings nicht klar ist, ob nicht noch ein wesentlicher Teil des Zentrums an einen Dienstleister verkauft wird. Für PSA könnten sich nach Dudenhöffers Einschätzung auch hohe Abfindungen für entlassene Ingenieure rechnen, wenn es bei Opel gelinge, wie bei PSA pro Fahrzeug 800 Euro Gewinn zu machen.

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