Exit: Nokia gibt Geschäft mit VR-Kamera auf

Espoo (APA/dpa) - Nokia gibt die weitere Entwicklung seiner 45.000 Dollar (rund 38.000 Euro) teuren Profi-Kamera für Inhalte in virtueller Realität auf und streicht fast ein Drittel der Stellen in der Hardware-Sparte. Von den rund 1.090 Mitarbeitern bei Nokia Technology sollen bis zu 310 gehen, wie der finnische Telekom-Ausrüster am Dienstag mitteilte.

Nokia hatte die runde Kamera mit dem Namen Ozo im Jahr 2015 zunächst für 60.000 Dollar vorgestellt, Disney und Sony Pictures waren unter den ersten Kunden. Das Geschäft mit virtueller Realität habe sich jedoch nicht so dynamisch wie erwartet entwickelt, räumte Nokia nun ein.

Der Konzern will sich im Hardware-Geschäft stattdessen stärker auf digitale Gesundheit fokussieren. Dafür hatte Nokia im vergangenen Jahr bereits den französischen Anbieter vernetzter Waagen, Thermometer und anderer Gesundheitsgeräte, Withings, gekauft. Bestehende Ozo-Kunden sollen weiterhin betreut werden, betonte Nokia.

Das Wachstum des Marktes für virtuelle Realität, bei der man komplett in künstliche Welten eintaucht, ist bis jetzt insgesamt unter den Erwartungen geblieben. Die teuren hochwertigen Brillen etwa von Facebooks Firma Oculus und HTC sind ein Nischengeschäft. Auch die versprochene Vielfalt neuer Inhalte wie virtuelle Besichtigungen von Wohnungen oder Urlaubsorten ist bisher nicht entstanden.

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.
 

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Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums

Wien (APA) - Am vierten Tag des Telekom/Valora-Prozesses gegen die Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sowie den Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer ging es heute viel um einen Mann, der gar nicht angeklagt ist: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), für den die Telekom beispielsweise Umfragen zu seinem Image und Privatleben bezahlte.
 

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Telekom/Valora - Privatflug mit Grasser, Weitflug mit Hühnern

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat einen Notfallplan für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Verhandlungen verabschiedet. Er enthält "eine begrenzte Zahl von Notfallmaßnahmen in vorrangigen Bereichen", wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.
 

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EU veröffentlicht Notfallplan für Scheitern von Brexit-Verhandlungen