Ex-Vorstände von Bwin müssen doch nicht vor Gericht

Wien (APA) - Die ehemaligen Vorstände des Sportwettenkonzerns bwin, Norbert Teufelberger und Manfred Bodner, müssen nicht vor Gericht: Das Verfahren gegen sie im Zusammenhang mit Bestechungsverdacht in der Türkei wurde vor einigen Tagen eingestellt, berichtet der "Standard" (Freitagausgabe). Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien bestätigte auf APA-Anfrage die Verfahrenseinstellung.

Ursprünglich gab es einen Bestechungsverdacht in Zusammenhang mit einer angestrebten türkischen Sportwetten-Lizenzvergabe. bwin gehört mittlerweile zum internationalen Glücksspielkonzern GVC Holdings.

Um in der Türkei eine Sportwettenlizenz bei der türkischen Lizenzgesellschaft Spor Toto zu erhalten, hatte sich bwin laut Bericht an eine österreichische Vermittlergruppe gewandt. 2,25 Mio. Euro wurden im Sommer 2007 an eine Treuhandgesellschaft Cort International Establishment in Liechtenstein überwiesen. Von dort aus sollte das Geld erst nach Vorliegen der Lizenz ausbezahlt werden. Allerdings wurden die Millionen nur wenige Tage nach der Überweisung nach Liechtenstein von dort weitertransferiert, ohne dass eine Konzession vorgelegen wäre. Ein später ausgehändigtes Lizenzdokument stellte sich als gefälscht heraus, so der "Standard".

Während sich bwin als Opfer eines Betrugs sah, ermittelte die Staatsanwaltschaft zum Verdacht von Bestechung, Untreue und Geldwäscherei. Mit den Millionen sollten türkische Spitzenpolitiker bestochen werden, so der ursprüngliche Verdacht der Ermittler. Die im Jahr 2016 fertige Anklage wurde allerdings vom Oberlandesgericht Wien zurückgewiesen. Ein türkischer Politiker, der hätte bestochen werden solle, konnte nicht ermittelt werden. Ein entsprechendes Rechtshilfeersuchen an die türkischen Behörden brachte nicht den gewünschten Erfolg, heißt es im "Standard".

Gegen die früheren Berater werde weiterermittelt, so die Zeitung. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien erklärte, dass noch gegen Personen weiterermittelt werde, aber nicht gegen bwin-Mitarbeiter.

bwin habe sich dem Strafverfahren als Privatbeteiligter angeschlossen und versuche, die 2,25 Millionen Euro zurückzubekommen. Die Chancen sind ungewiss, denn die liechtensteinische Cort International Establishment sei längst in Konkurs, so die Zeitung.

Larnaka (APA/AFP) - Zyperns größte Fluggesellschaft Cobalt Air hat nach nur zwei Jahren überraschend ihren Dienst eingestellt. Alle ab kurz vor Mitternacht geplanten Flüge würden wegen eines "Aussetzens der Tätigkeit auf unbestimmte Zeit" annulliert, teilte die Airline am Mittwochabend auf ihrer Internetseite mit.
 

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Zyperns größte Fluggesellschaft Cobalt Air stellt ihren Dienst ein

Zürich (APA/awp/sda) - Die Schweizer Exportwirtschaft hat zuletzt markant an Schwung verloren. Die Unternehmen haben im dritten Quartal zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren wieder weniger Waren ins Ausland verkauft. Manche Experten sprechen von einer Trendwende.
 

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Schweizer Exporte erstmals seit eineinhalb Jahren rückläufig

Wien (APA) - Die Tageszulassungen in Österreich sind im August sprunghaft angestiegen. Weil mit 1. September 2018 der realitätsnähere WLTP-Standard zur Messung von Abgasen in Kraft getreten ist, zog die Anzahl der für nur einen Tag zugelassenen Pkw gegenüber August 2017 um 220,3 Prozent an, teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit.
 

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Neue Abgasnorm ließ Pkw-Tageszulassungen im August massiv anziehen