Ex-OMV-Chef Roiss verdiente 2015 fast 3 Mio. Euro, Seele 2,15 Mio.

Der vorzeitig abgetretene OMV-Chef Gerhard Roiss hat im Jahr 2015 noch 2,95 Mio. Euro verdient. Sein Nachfolger Rainer Seele, seit Anfang Juli im Amt, bekam 2,15 Mio. Euro. Hans-Peter Floren, Ende 2014 frühzeitig aus dem OMV-Vorstand ausgeschieden, erhielt für 2015 noch 2,69 Mio. Euro an Bezügen, Finanzchef David Davies kam auf eine Gage von 2,26 Mio. Euro, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht.

Der vorzeitige Abgang dreier Vorstände kam den teilstaatlichen börsennotierten Öl- und Gaskonzern insgesamt teuer zu stehen. Ex-Boss Roiss kommt, wie zuletzt der "Kurier" schrieb, in Summe auf eine Abfertigung von 6,35 Mio. Euro, dazu kommen noch späte Bonuszahlungen - am 30. Juni 2016 sind 2,17 Mio. Euro fällig - sowie eine Firmenpension. Roiss' Vertrag wäre bis März 2017 gelaufen. Roiss hat als einziger OMV-Vorstand Anspruch auf eine leistungsorientierte Firmenpension aus der Pensionskasse, die das Unternehmen unabhängig von der Performance der Pensionskasse garantiert. 2014 hatte die OMV für Roiss mehr als 1 Mio. Euro an die Pensionskasse APK gezahlt.
Die anderen Vorstände Seele (seit Juli 2015), Davies, Jaap Huijskes (Ende August 2015 vorzeitig abgetreten), Johann Pleininger und Manfred Leitner haben Anspruch auf eine beitragsorientierte Pension. 2015 hat die OMV für sie sowie für Floren in Summe 1,138 Mio. Euro an Pensionskassenbeiträgen aufgewandt.
Die vorzeitig ausgeschiedenen Vorstände haben allein für die verbliebenen Monate im Jahr 2015 Beendigungszahlungen in Millionenhöhe bekommen, wie aus dem seit heute vorliegenden Geschäftsbericht weiter hervorgeht. Roiss kam auf 1,22 Mio. Euro, Huijskes auf 372.000 Euro und Floren auf 1,652 Mio. Euro.
Auch in den Folgejahren bekommen sie Geld von der OMV. Roiss hat Anspruch auf Bonifikationen für den Zeitraum Jänner 2016 bis März 2017, welche als Pauschalzahlung vereinbart wurden, erklärte der Konzern in dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Huijskes stehen Gehaltszahlungen und Bonifikationen bis 31. März 2016 zu.
Die Vorstandsbezüge machten im Jahr 2015 insgesamt 13,77 Mio. Euro aus. Im Jahr davor hatten die Chefs 15,75 Mio. Euro bekommen, Roiss allein hatte damals 6,75 Mio. Euro verdient

Brüssel (APA) - Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, (ÖVP) hat am Montag bei einer von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Brüssel veranstalteten Konferenz zu Cybersecurity, betont, es sei eine Pflicht, das entsprechende EU-Gesetzespaket bis Jahresende abzuschließen. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erklärte, dass es wöchentlich Cyberattacken auf österreichische Banken gebe.
 

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Edtstadler will EU-Cybersecurity-Paket heuer abschließen

Washington (APA/dpa) - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten.
 

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USA legen Beschwerde bei WTO gegen Strafzölle ein

Moskau/Kiew (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die EU aufgerufen, den Sanktionen gegen Russland ein Ende zu setzen. Es sei nicht auszuschließen, dass Italien die zum Jahresende anstehende Verlängerung der Sanktionen gegen Russland durch sein Veto stoppen werde, sagte Salvini bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuchs in Moskau am Montag.
 

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Salvini droht mit Veto gegen Verlängerung der Russland-Sanktionen