Ex-Notenbanker: London bei Brexit kein Zentrum für Euro-Handel mehr

London - Die EZB kann einem ehemaligen Zentralbanker zufolge die Stellung Londons als weltweit führender Handelsplatz für den Euro bei einem britischen Austritt aus der EU nicht länger dulden.

Der ehemalige Chef der französischen Notenbank, Christian Noyer, schrieb in einem am Donnerstag veröffentlichten Gastbeitrag für das Forschungsinstitut OMFIF, es sei für die Mitglieder der Eurozone schon jetzt sehr schwierig zu akzeptieren, dass der mit Abstand größte Teil des Euro-Handels außerhalb des Währungsraums stattfinde und damit außer Reichweite der Euro-Aufsichtsbehörden. Sollte Großbritannien die Europäische Union verlassen, könne dies nicht länger toleriert werden.

Täglich werden in London mehr als doppelt so viel Euro gehandelt wie in allen 19 Euro-Staaten zusammen. Insgesamt werden in der Finanzmetropole mehr als 40 Prozent des weltweiten Devisenhandels abgewickelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) war zuletzt mit ihrem Versuch, einen größeren Teil des Euro-Handels in den Währungsraum zurückzuholen, vor dem obersten Gerichtshof der EU in Luxemburg gescheitert.

Der Chef der britischen Großbank HSBC, der weltweiten Nummer fünf im Devisenhandel, hat bereits damit gedroht, bei einem "Brexit" etwa 1.000 Mitarbeiter von London nach Paris zu versetzen. Auch die Deutsche Bank als Nummer zwei im Handel mit Währungen hat angekündigt, möglicherweise ihre Geschäfte in London zurückzufahren.

Die Briten sollen am 23. Juni über einen Verbleib in der EU abstimmen.

Wien (APA) - Schlechte Arbeitsbedingungen und schwere Umweltbelastungen durch die Leder- und Schuhindustrie bemängeln die NGOs Clean Clothes Kampagne (CCK) und Global 2000. Ein "Label-Check" soll Konsumenten Orientierung beim Schuhkauf liefern und so den ökologischen und sozialen Fußabdruck der Schuhe verringern helfen, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung.
 

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NGOs bemängeln Umweltbelastung durch die Leder- und Schuhindustrie

Berlin (APA/Reuters) - Deutschland nähert sich dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge der Hochkonjunktur. Es hob seine Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von 2,0 auf 2,3 Prozent und für 2018 von 2,2 auf 2,5 Prozent an. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf", erklärten die Kieler Forscher am Donnerstag.
 

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Institut: Deutschland ist in Richtung Hochkonjunktur unterwegs

Washington (APA/Reuters) - In den USA sind die Weichen für die größte Steuerentlastung seit mehr als drei Jahrzehnten gestellt: Die Republikaner im US-Kongress einigten sich auf einen Gesetzesentwurf, über den noch vor Weihnachten abgestimmt werden soll. Nach fast einem Jahr im Amt wäre die Reform der erste große gesetzgeberische Erfolg für US-Präsident Donald Trump.
 

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Trumps Steuerreform bekommt letzten Schliff - Einigung auf Entwurf