Ex-Notenbank-Chef Bernanke berät Hedgefonds Citadel

Der ehemalige US-Notenbank-Chef Ben Bernanke hat einen neuen Job: Nach einem Bericht der "New York Times" (Donnerstagausgabe) berät er künftig den 25 Mrd. Dollar (23,63 Mrd. Euro) schweren Hedgefonds Citadel Investment Group. Bernanke wird demnach den Investitionsausschuss zur Weltkonjunktur und in finanziellen Angelegenheiten zur Seite stehen sowie Anleger treffen.

Bernankes Vorgänger Alan Greenspan war nach dem Ende seiner Amtszeit ebenfalls zu einem Hedgefonds gewechselt, zu Paulson & Co. Die Verzahnung zwischen Wall Street und Washington wird in der Öffentlichkeit kritisch gesehen.

Bernanke sagte der Zeitung, er habe mehrere Angebote von Banken abgelehnt und sich auch deshalb für Citadel entschieden, weil dieser Hedgefonds nicht unter die Aufsicht der Notenbank Federal Reserve falle. Auch werde er in seiner neuen Funktion kein Lobbying betreiben.

Bernanke leitete die US-Notenbank Federal Reserve acht Jahre lang, auch während der Immobilien- und Finanzkrise 2007/08. Im vorigen Jahr folgte ihm Janet Yellen an der Fed-Spitze.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma