Ex-Merrill-Lynch-Chef Thain soll in Aufsichtsrat der Deutschen Bank

Frankfurt (APA/Reuters) - Der ehemalige Chef der US-Investmentbank Merrill Lynch, John Thain, und drei weitere Manager sollen in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank einziehen. Die Aktionäre sollen auf der Hauptversammlung am 24. Mai über die Personalien abstimmen.

Thain, die ehemalige Morgan-Stanley-Bankerin Mayree Clark, die frühere UBS-Managerin Michele Trogni sowie der Deutschland-Chef der Prüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers, Norbert Winkeljohann, seien für einen Sitz im Kontrollgremium nominiert worden, teilte die Deutsche Bank am Mittwoch mit.

Der ehemalige SAP-Chef Henning Kagermann, E.ON-Chef Johannes Teyssen, die Rechtsanwältin Louise M. Parent und die frühere JP-Morgan-Managerin Dina Dublon scheiden aus dem Aufsichtsrat aus.

Die Nominierung von Thain ist nicht unumstritten. Er war von 2004 bis 2007 Chef der New Yorker Börse NYSE, bevor er 2007 an die Spitze von Merrill Lynch wechselte. In der Finanzkrise wurde Merrill Lynch 2008 an die Bank of America notverkauft, wenige Wochen später wurde Thain gefeuert. Die Bank of America war wegen der erheblichen Verluste und milliardenschwerer Bonuszahlungen bei Merrill Lynch selbst in schweres Fahrwasser geraten. Von 2010 bis 2016 war Thain Chef des US-Mittelstandsfinanzierers CIT. Derzeit sitzt er unter anderem im Board of Directors des Mitfahrdienstes Uber.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden