Ex-Manager Middelhoff ist wieder frei

Der frühere Top-Manager Thomas Middelhoff ist nach mehr als fünf Monaten in Untersuchungshaft wieder auf freiem Fuß. Die Auflagen für eine Haftverschonung seien erfüllt worden, teilte das Landgericht Essen am Mittwoch mit. Die vor über einer Woche geforderte Zahlung einer Kaution von 895.000 Euro sei erfolgt, Anwälte Middelhoffs hätten den Betrag an die Gerichtskasse überwiesen. Zum derzeitigen Aufenthaltsort Middelhoffs wollte das Gericht keine Angaben machen - und auch nicht zu der Frage, wer die Kaution genau gestellt habe.

Middelhoff war am 14. November 2014 vom Landgericht Essen zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Seitdem befand er sich in Untersuchungshaft. Das Gericht hatte Fluchtgefahr vermutet. Doch die Dauer der bisherigen Untersuchungshaft, die Kaution und eine Abgabe seiner Reisepässe hätten diese Gefahr gemindert, hatte das Gericht befunden. Middelhoff muss sich zudem regelmäßig bei der Polizei melden.

Seine Kaution hatte er nicht selbst stellen können, der ehemals viele Millionen Euro schwere frühere Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor mit Motoryacht und Wohnsitz an der Cote d'Azur hatte Ende März Privatinsolvenz anmelden müssen. Freunde und Familienmitglieder sollten einspringen, um das Geld für seine Entlassung zu sammeln.

Die Anwälte des ehemaligen Spitzenmanagers hatten dessen Haftbedingungen scharf kritisiert. Ihr Mandant sei in Untersuchungshaft erkrankt - bei dem 61-Jährigen sei eine Autoimmunkrankheit festgestellt worden, er sei in ein Essener Krankenhaus verlegt worden.

Das Gericht hatte es in seinem Urteil aus dem November als erwiesen angesehen, dass Middelhoff unter anderem Privatflüge mit Charterjets und Hubschraubern über Arcandor abgerechnet und seinem ehemaligen Arbeitgeber insgesamt einen Schaden von rund einer halben Million Euro zugefügt hat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Middelhoffs Anwälte haben Revision eingelegt, der Fall wird wohl vor dem Bundesgerichtshof landen. Die Pleite des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor im Jahr 2009 hatte eine Reihe von Ermittlungen und Prozessen ausgelöst.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los