Ex-Innenminister Strasser arbeitet in Gefängnisbibliothek

Der ehemalige Innenminister Ernst Strasser, der am vergangenen Donnerstag in der Justizanstalt (JA) Wien-Simmering seine dreijährige Freiheitsstrafe angetreten hat, hat dort eine Beschäftigung gefunden. Er arbeitet in der Gefängnisbibliothek und wickelt dort - gemeinsam mit fünf anderen Häftlingen und einem Justizwachebeamten - das Entlehnwesen ab.

Wie Anstaltsleiter Josef Schmoll am Dienstagnachmittag auf Anfrage der APA - Austria Presse Agentur erläuterte, besitzt die JA Simmering 16.000 bis 20.000 Bücher, die von den 460 Insassen entlehnt werden können. Die Bände - gefragt sind laut Schmoll vor allem Romane, Sachbücher und Lehrbücher - müssen schriftlich bestellt werden.

Strassers Aufgabenbereich umfasst die Bearbeitung der Bestellungen und die Ausgabe der von den Mithäftlingen gewünschten Lektüre. Werden die Bände retourniert, muss der Ex-Innenminister diese auf allfällige Beschädigungen kontrollieren. Erheblich in Mitleidenschaft gezogene Bücher werden aus dem Bibliotheksbestand ausgeschieden und im Idealfall möglichst rasch durch neue ersetzt.

Ernst Strasser wurde Mitte Oktober vom Obersten Gerichtshof (OGH) in der sogenannten Lobbyisten-Affäre endgültig der Bestechlichkeit für schuldig befunden worden. Für die Höchstrichter war es erwiesen, dass er in seiner Funktion als Delegationsleiter der ÖVP im Europäischen Parlament zwei als Lobbyisten getarnten britischen Journalisten für ein jährliches Honorar von 100.000 Euro die Einflussnahme auf die EU-Gesetzwerdung angeboten hatte. Dem OGH erschienen dafür drei Jahre unbedingt angemessen. Das Erstgericht hatte sogar dreieinhalb Jahre ausgesprochen, wogegen Verteidiger Thomas Kralik Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung eingelegt hatte.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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