Ex-Hypo-Vorstand Wolfgang Kulterer ist ein freier Mann

Wien/Klagenfurt (APA) - Wolfgang Kulterer, der frühere Vorstandschef der Hypo Alpe Adria, ist wieder in Freiheit. Der Exbanker hat zwei Drittel seiner Haftstrafe von sechs Jahren verbüßt, am heutigen Dienstag wurde er bedingt entlassen, berichtet der "Standard" am Dienstagabend in seiner Onlineausgabe.

Kulterer, heute 64 Jahre alt, war im Rahmen des Skandals um die frühere Kärntner Landesbank wegen Untreue verurteilt worden. Vier Jahre davon hat er nun abgesessen, und weil keine spezialpräventiven Gründe dagegen sprechen, durfte er das Gefängnis verlassen. Die Justiz nimmt also nicht an, dass Kulterer erneut straffällig wird.

Untergebracht war der Exmanager, der einer Bauernfamilie entstammt, in der zur Justizanstalt Klagenfurt gehörenden Außenstelle Rottenstein, wo Landwirtschaft betrieben wird. Kulterer selbst hatte in seinen guten Zeiten selbst einen Hof und als erfolgreicher Military-Reiter viele wertvolle Pferde besessen. Zuletzt hatte er dank guter Führung Freigang, durfte arbeiten gehen und musste nur die Nächte in der Vollzugsanstalt verbringen.

Endgültig aufatmen kann Kulterer aber noch nicht. Aus anderen Hypo-Causen, in denen es rund um Kreditvergaben stets um Untreuevorwürfe geht, gibt es Verurteilungen zu 5,5 Jahren Haft - sie sind aber nicht rechtskräftig. Kulterer hofft auf "Heber" durch den Obersten Gerichtshof, also darauf, dass dieser die Urteile kippt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro