Ex-Finanzminister: Annexion der Krim kostet Russland Riesensumme

Moskau - Die Annexion der Krim kommt Russland nach Einschätzung des früheren Finanzministers Alexej Kudrin teuer zu stehen. Die Krim zu finanzieren, koste das Land etwa sechs bis sieben Milliarden Dollar (5,5 bis 6,5 Milliarden Euro) pro Jahr, sagte Kudrin am Dienstag vor Journalisten. Hinzu kämen aber noch indirekte Kosten wie Verluste durch Kapitalflucht oder den Vertrauensverlust bei Investoren.

Sie könnten sich in den nächsten drei bis vier Jahren auf 150 bis 200 Milliarden Dollar summieren. "Das ist der Preis." Die Annexion der Krim vor etwa einem Jahr und Moskaus Unterstützung der Separatisten im Osten der Ukraine haben die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen auf eine harte Probe gestellt. Die Europäische Union und die USA verhängten Sanktionen gegen Russland. Moskau wiederum reagierte mit einem Importverbot für westliche Lebensmittel. Die Folgen der Ukraine-Krise und der Verfall des Rubels haben Russland inzwischen in eine Wirtschaftskrise gestürzt.

Für Ex-Finanzminister Kudrin, der wegen seines Rufs als angesehener Ökonom angeblich auch bei Präsident Wladimir Putin Gehör findet, ist ein Ende der Krise noch lange nicht in Sicht. "Wir sind fast dem Untergang geweiht", sagte er. "Das ist die schwerste Herausforderung, der sich der Präsident gegenübersieht." Kudrin forderte Putin auf, seine Beliebtheitswerte zu nutzen, um Reformen durchzusetzen. Für Putin jährt sich in diesem Jahr zum 15. Mal seine erste Wahl zum Präsidenten Russlands.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los