Ex Ferrari-Chef Montezemolo ist neuer Alitalia-Präsident

Rom/Maranello (APA) - Der ehemalige Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo ist zum neuen Präsidenten der Krisen-Airline Alitalia ernannt worden. Dies wurde am Mittwoch von der neugegründeten Gesellschaft Alitalia Sai bekannt gegeben, die nach dem Einstieg der Airline Etihad Airways aus Katar gegründet wurde. Montezemolo war erst im Oktober nach 23 Jahren als Ferrari-Chef zurückgetreten.

Der Aufsichtsrat der neuen Gesellschaft tagte am Mittwoch zum ersten Mal. Nach Angaben italienischer Medien wird Montezemolo zusammen mit Geschäftsführer Silvano Cassano die Alitalia führen. Mitglied des Aufsichtsrat ist auch Etihads CEO James Hogan.

Der 67-jährige Montezemolo sitzt bereits im Verwaltungsrat des Schuhherstellers Tod's und der Zeitung "La Stampa", er war Mitglied im Verwaltungsrat der Bankengruppe UniCredit, arbeitete beim Getränkehersteller Cinzano und war Präsident des Industrieverbandes Confindustria. Er organisierte 1990 die Fußballweltmeisterschaft im Land mit und gilt als Vertrauter der Industriellenfamilie Agnelli. Montezemolo zählt zu den Gründern der privaten Bahngesellschaft NTV; die mit den Staatsbahnen FS im Hochgeschwindigkeitsbereich konkurriert.

Der ehemalige Monopolist Alitalia steckt seit Jahren in der Krise. Im Sommer stieg die staatliche Etihad Airways aus Katar ein und rettete die italienische Fluggesellschaft vor der Pleite. Etihad wird der im August geschlossenen Vereinbarung zufolge insgesamt 1,758 Mrd. Euro in mehreren Tranchen in Alitalia investieren. Für einen Anteil von 49 Prozent am Kapital will die Airline allein 560 Mio. Euro zahlen. Alitalia verpflichtete sich im Gegenzug zu einem umfassenden Umbau. Die Mitarbeiterzahl etwa soll das Unternehmen von 12.800 auf 11.000 reduzieren.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne