Ex-Banker müssen wegen Sal. Oppenheim erneut vor Gericht

Köln (APA/dpa) - Zwei frühere Chefs der traditionsreichen deutschen Bank Sal. Oppenheim und ein Immobilienentwickler müssen erneut vor Gericht. Sie seien der Untreue in vier Fällen zu Lasten des Geldhauses angeklagt, bestätigte am Donnerstag eine Sprecherin des Landgerichts Köln. Zuvor hatte die "Kölnische Rundschau" darüber berichtet. Ein Prozess-Termin steht noch nicht fest.

Die Urteile aus dem ersten Prozess waren erst heuer rechtskräftig geworden. Der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verwarf dabei die Revision der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landgerichts Köln von 2015. Die Staatsanwaltschaft hatte höhere Strafen gewollt. Drei Angeklagte waren in dem Prozess zu Freiheitsstrafen auf Bewährung bis zu zwei Jahren und ein vierter Ex-Manager zu zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden.

In dem Fall aus dem Jahr 2008 ging es um Millionenverluste im Zusammenhang mit dem früheren Karstadt-Mutterkonzern Arcandor, die fast zum Zusammenbruch des Bankhauses geführt hatten, sowie um ein verlustreiches Immobiliengeschäft. Der Gesamtschaden betrug fast 84 Mio. Euro und traf die Eigentümer der Bank. Die Verantwortlichen hatten einen ungesicherten Kredit ohne Abstimmung mit den Aufsichtsgremien gewährt und Aktien aus einer Kapitalerhöhung der Arcandor AG überteuert gekauft. Inzwischen gehört Sal. Oppenheim zur Deutschen Bank.

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