Evonik hat jetzt doch keine neuen Zukäufe vor

Essen (APA/dpa-AFX) - Der deutsche Spezialchemikonzern Evonik will sich in nächster Zeit erst einmal mit Übernahmen zurückhalten. "Ich halte es mit der Ernte-Kultur westfälischer Landwirte: Kartöffelchen für Kartöffelchen. Wir haben im Jahr 2016 zwei Übernahmen getätigt, die unsere Stärken stärken. Wir wollen die Märkte kennen, in denen wir zukaufen."

Das sagte der seit Mai amtierende Vorstandschef Christian Kullmann der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe). "Jetzt konzentrieren wir uns erst einmal auf die Integration dieser Übernahmen."

Damit relativierte er seine Aussagen von Anfang September in einem Interview mit der "Rheinischen Post" Anfang September etwas. Damals hatte er gesagt. "Für uns ist Größe an sich nicht entscheidend. Wir interessieren uns für Übernahmen, mit denen wir nachhaltig und profitabel wachsen können." Er sagte damals zudem, dass sich Evonik gezielt nach Ergänzungen für die Wachstumssegmente Nutrion&Care (Nahrung&Pflege) und Resource Efficiency umschaue.

Erst Anfang des Jahres hatte Evonik für mehrere Milliarden das Spezialadditiv-Geschäft des US-Konkurrenten Air Products geschluckt. Im September wurde dann der Kauf des Kieselsäure-Geschäfts von J.M. Huber abgeschlossen. Zuletzt wurde über ein Interesse der Essener am schweizerischen Spezialchemiekonzerns Clariant spekuliert. Evonik hatte das aber verneint. Clariant steht aktuell unter Druck des Großaktionärs White Tale, der eine strategische Überprüfung fordert.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne