EVN erzeugte in den ersten drei Quartalen weniger Strom

Wien/Maria Enzersdorf (APA) - Die EVN hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2017/18 deutlich weniger Strom aus thermischen Kraftwerken erzeugt, die Produktion aus Erneuerbaren Quellen wegen eines besseren Wind- und Wasserdargebots aber gesteigert. Der Stromabsatz an Endkunden ist wegen geringerer Verkäufe in Südosteuropa zurückgegangen.

Weniger Wärme wurde wegen des milderen Winters sowohl in Österreich und Deutschland als auch in Südosteuropa abgesetzt und auch der Gasverkauf ist gesunken.

Insgesamt ging die Stromerzeugung im Zeitraum Oktober 2017 bis Juni 2018 um 13,1 Prozent auf 4.293 Gigawattstunden (GWh) zurück. Grund für den Rückgang sei vor allem der hohe Vergleichswert des vorangegangenen Jahres, in dem es in Europa wegen des kalten Winters eine hohe Stromnachfrage gegeben hatte, teilte die EVN am Donnerstag mit. In den EVN-Wärmekraftwerken wurde in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres mit 2.538 GWh (minus 24,6 Prozent) um fast ein Viertel weniger Strom erzeugt, geht aus dem Zwischenbericht hervor. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist um 11,5 Prozent auf 1.755 GWh gestiegen.

Der Windkrafterzeugungskapazität wurde durch die Fertigstellung des bestehenden Windparks Sommerein und den Kauf des Windparks Ebenfurth im Juli 2018 auf 318 Megawatt (MW) erhöht. Bis Ende des Geschäftsjahres 2019/20 soll die Kapazität durch die Umsetzung bereits genehmigter Projekte auf 370 MW erhöht werden.

Im Winterhalbjahr 2017/18 wurden erstmals alle niederösterreichischen EVN-Wärmekraftwerke mit einer gesamten Erzeugungskapazität von 1.090 MW als Reservekapazität für den süddeutschen Raum bereitgehalten. "Einmal mehr bewegte sich auch ihr tatsächlicher Einsatz zur Netzstabilisierung im Rahmen dieser Verträge auf hohem Niveau", so die EVN in ihrer heutigen Pressemitteilung. Für Mai bis September 2018 stehen EVN-Wärmekraftwerke mit einer kontrahierten Kapazität von 430 MW zur Netzstabilisierung in Österreich bereit.

Der Stromverkauf an Endkunden ging um 1,4 Prozent auf 14.209 GWh zurück. Dabei gab es in Österreich und Deutschland einen Anstieg von zusammen 7,9 Prozent auf rund 5.400 GWh, in Südosteuropa dagegen einen Rückgang um 6,3 Prozent auf mehr als 8.800 GWh. Der Wärmeverkauf verringerte sich insgesamt um 2,9 Prozent auf 1.936 GWh. Der Erdgasabsatz sank um 9,4 Prozent auf 4.866 GWh.

Der durchschnittliche Personalstand betrug im Berichtszeitraum 6.822 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.844 Mitarbeiter).

Die Nettoverschuldung verringerte sich gegenüber Ende September 2017 um 192,4 Mio. auf 1,02 Mrd. Euro. Das Gearing verbesserte sich von 38,5 Prozent auf 28,4 Prozent.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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