Eurozone: Anlegerstimmung auf Zehnjahreshoch gestiegen

Berlin (APA/dpa-AFX/Reuters) - Die Anlegerstimmung im Euroraum hat sich im Oktober von hohem Niveau aus weiter verbessert. Der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindikator stieg um 1,5 Zähler auf 29,7 Punkte, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Juli 2007. Analysten hatten einen schwächeren Zuwachs auf 28,5 Punkte erwartet.

Die befragten Anleger bewerteten sowohl die aktuelle Konjunkturlage als auch die wirtschaftlichen Aussichten besser. "Der erste Konjunkturtest nach den Bundestagswahlen kann als gelungen angesehen werden", kommentierte Sentix das Resultat. Die Entwicklung dürfte den Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhen, ihre Geldpolitik zu straffen.

Auch in Europas größter Volkswirtschaft Deutschland zeigt das Barometer klar nach oben: Es kletterte um 3,7 auf 37,7 Punkte. "Obwohl bislang keine Regierung steht und die Bildung einer Jamaika-Koalition alles andere als ein Selbstläufer ist, schöpfen die Investoren neuen Konjunktur-Optimismus", sagte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. Sowohl die Lage als auch die Aussichten werden zuversichtlicher gesehen. "Sollte bei der erwarteten Regierungsbildung nichts schiefgehen, dürften die kommenden Monate von einem starken Wirtschaftswachstum begleitet werden", sagte Hübner. "Die Zahlen zeigen aber auch, dass im Falle eines Machtvakuums in Berlin ein erhebliches Enttäuschungspotenzial droht."

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.
 

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Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums

Wien (APA) - Am vierten Tag des Telekom/Valora-Prozesses gegen die Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sowie den Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer ging es heute viel um einen Mann, der gar nicht angeklagt ist: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), für den die Telekom beispielsweise Umfragen zu seinem Image und Privatleben bezahlte.
 

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Telekom/Valora - Privatflug mit Grasser, Weitflug mit Hühnern

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat einen Notfallplan für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Verhandlungen verabschiedet. Er enthält "eine begrenzte Zahl von Notfallmaßnahmen in vorrangigen Bereichen", wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.
 

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EU veröffentlicht Notfallplan für Scheitern von Brexit-Verhandlungen