Eurowings schließt Übernahme von Air-Berlin-Flugzeugen ab

Wien/Düsseldorf (APA/Reuters) - Die Lufthansa-Tochter Eurowings schließt die Integration von 77 Flugzeugen der pleite gegangenen Air Berlin Ende August technisch ab. Am Montag werde die letzte Maschine, ein geleaster Airbus A320, in Betrieb genommen, teilte die Billigfluglinie der Lufthansa am Donnerstag mit.

Das Integrationsprojekt sei in einer Rekordzeit von nur neun Monaten abgeschlossen worden, erklärte Eurowings-Chef Thorsten Dirks. "Air Berlin war 40 Jahre im Markt. Wir haben in weniger als 40 Wochen einen Großteil der Flugkapazitäten, die durch das Ausscheiden von Air Berlin weggefallen sind, wieder für Millionen Fluggäste bereitgestellt und einen Kollaps des deutschen Luftverkehrs verhindert."

In der Übergangsphase musste Eurowings viel Kritik von Kunden einstecken, weil das Eingliedern von Flugzeugen und Personal nicht mit dem Flugplan Schritt hielt und es zu Ausfällen und Verspätungen kam. Mittlerweile sei der Flugbetrieb durch größere zeitliche Puffer und höhere Reserven verbessert worden, sagte Dirks. Eurowings sei durch die zusätzlichen Kapazitäten jetzt größter Anbieter an den sechs deutschen Flughäfen Köln, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Nürnberg und Hannover. Bei der Verbindung zur Ferieninsel Mallorca konnte die Airline die Passagierzahl nahezu verdoppeln.

Fast verdoppelt hat sich auch die Zahl der Mitarbeiter durch 3.000 Neuzugänge, davon viele von Air Berlin, auf rund 6.000. Mit dem neuen Personal sind noch nicht alle Fragen geklärt. So laufen mit den drei Gewerkschaften Vereinigung Cockpit für die Piloten sowie mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Flugbegleitervertretung UFO als Vertreter des Kabinenpersonals für einen Teil der Beschäftigten noch Tarifverhandlungen. Ein Dutzend Tarifverträge seien bereits abgeschlossen worden, erklärte ein Sprecher von Eurowings.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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