Eurowings-KV-Abschluss zieht sich

Wien/Düsseldorf (APA) - Im Ringen um einen Kollektivvertrag (KV) für das Bordpersonal der Wiener Lufthansa-Billigtochter Eurowings Europe ist es noch immer zu keinem Abschluss gekommen. "Es ist nur mehr ein einziger Punkt offen, dieser Punkt ist jedoch immens wichtig", so der Vorsitzenden des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida, Johannes Schwarcz, am Donnerstag in einer Presseaussendung.

Ende April hatte die Gewerkschaft nach der Einigung mit Eurowings Europe auf ein gemeinsames Eckpunktepapier noch von einem Durchbruch gesprochen und mit einem Abschluss innerhalb von vier Wochen gerechnet.

Da Eurowings Europe laufend neue Mitarbeiter aufnehme, gehe es inzwischen bereits um 600 und mehr Mitarbeiter, so Schwarcz gegenüber der APA. Eurowings habe bisher jedoch die Unterschrift verweigert. Auf Arbeitgeberseite verhandle nämlich nicht wie üblich die Wirtschaftskammer, sondern diese habe ihr Mandat an die deutsche Eurowings abgegeben. "Die Wirtschaftskammer ist nicht am Bildschirm".

Dabei würde laut Schwarcz ein österreichweiter Branchen-KV das Problem am einfachsten lösen, den die Wirtschaftskammer aber blockiere. Sie argumentiere damit, dass die Unternehmen zu unterschiedlich seien. Sämtliche Low-Cost-Carrier am österreichischen Markt würden aber im wesentlichen das gleiche Streckennetz bedienen und mit dem Airbus-A320 auch das gleiche Betriebsmaterial haben, gibt Schwarcz zu bedenken. "In kaum einer anderen Branche sind die Arbeitsplätze so stark standardisiert wie beim fliegenden Personal für Flugzeuge ab 19 Sitzplätzen".

Bei dem Punkt, an dem das Zustandekommen des Eurowings-KV derzeit noch scheitert, geht es der Gewerkschaft darum, dass sie sicher stellen will, dass der KV nicht für unternehmenspolitische Entscheidungen herangezogen wird. Das sei in der Vergangenheit schon der Fall gewesen. In der Folge habe der EuGH einen Betriebsübergang (AUA/Tyrolean) für nichtig erklärt, weil dieser nur durchgeführt worden sei, um Löhne und Arbeitsstandards zu senken. Ein österreichweiter Branchen-KV würde dies verhindern.

Wesentlicher Teil des Eckpunktepapiers vom April ist, dass das Einstiegsgehalt für Flugbegleiter auf 1.700 Euro brutto pro Monat erhöht wird. Dieses liegt laut vida bei unter 1.500 Euro, exklusive Zulagen. Die höheren Gehälter inklusive vereinbarter Tabellenentwicklungsschritte sollen laut Eurowings bis Dezember 2021 für "Tariffrieden" sorgen.

Madrid (APA/Reuters) - Die Korrektur der Bilanz für 2017 versetzt den Aktien von Dia einen weiteren Schlag. Die Titel der hoch verschuldeten spanischen Supermarktkette fielen am Montag um mehr als 20 Prozent auf ein Rekordtief von 0,70 Euro.
 

Newsticker

Spanische Supermarktkette Dia musste Bilanz 2017 korrigieren

München (APA/dpa/Reuters) - Die US-Kartellbehörde FTC hat die milliardenschwere Fusion des deutschen Industriegaseherstellers Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum weltgrößten Industriegase-Konzern unter Auflagen genehmigt. Das teilte die Behörde am Montag mit.
 

Newsticker

USA genehmigen Linde-Praxair-Fusion unter Auflagen

Wien (APA) - Die Wettbewerbsbehörde (BWB) will stärker gegen unfaire Geschäftspraktiken zwischen großen und kleinen Betrieben vorgehen. "Die Benachteiligung von marktschwachen Vertragspartnern kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen", sagte BWB-Chef Theodor Thanner am Montag bei der Präsentation eines "Fairnesskatalogs für Unternehmen".
 

Newsticker

BWB will schärfer gegen unfaire Geschäftspraktiken vorgehen