Europas Telekombranche schnuppert Morgenluft

Barcelona - Europas Telekomindustrie blickt nach Jahren des Preiskampfs und scharfer Regulierung wieder optimistischer nach vorn. Entscheidend sei nun, wie man mit dem neuen Mobilfunkstandard 4G Geld verdienen könne, sagte Vodafone-Chef Vittorio Colao auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Denn die Kunden sollten für die schnelleren Dienste auch mehr bezahlen.

Der spanische Konkurrent Telefonica setzt verstärkt darauf, Festnetzangebote mit Mobilfunk- und Fernsehdiensten zu bündeln. Diese Strategie sei zunehmend erfolgreich, sagte Telefonica-Topmanager Jose Maria Alvarez-Pallete. "2015 sollten wir es beim Umsatz wieder ins positive Gelände schaffen." Im vergangenen Jahr sackten Telefonicas Erlöse auf dem Heimatmarkt um 15 Prozent ab.

Zuletzt haben Zusammenschlüsse in Österreich, Deutschland, Irland und Spanien dazu geführt, dass die Zahl der Anbieter in einigen Märkten gesunken ist. In Österreich etwa stiegen die Mobilfunkpreise um rund 20 Prozent, nachdem Hutchison mit seiner Marke "3" den Konkurrenten Orange übernommen hatte und die Zahl der Betreiber mit eigenem Netz von vier auf drei schrumpfte.

Ein Beleg für den wachsenden Optimismus ist auch die Tatsache, dass der Aktienindex für europäische Telekomfirmen in diesem Jahr um gut acht Prozent zulegte und damit stärker als der Gesamtmarkt mit knapp sechs Prozent.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018