Europas Leitbörsen zur Eröffnung etwas höher erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen dürften sich am Mittwoch erholt zeigen. Sowohl der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 als auch der deutsche Leitindex DAX deuteten vor Handelsbeginn auf leichte Zugewinne hin.

Belastet durch die politische Krise in Italien hatte der DAX zuletzt in zwei Tagen über zwei Prozent verloren. "Die Italien-Krise gibt weiterhin den Ton an", sagte Analyst Christian Schmidt von der Helaba.

So war auch der Handel an der Wall Street und am Morgen in Asien geprägt von der Unsicherheit in der Eurozone. Diese trieb den Yen am Vorabend zum Euro auf den höchsten Stand seit elf Monaten - mit entsprechend belastenden Auswirkungen auf den japanischen Aktienmarkt. Der Yen gilt wie der Schweizer Franken als Fluchtwährung in die Defensive. Die Schweizer Währung hatte tags zuvor einen Höchststand seit September 2017 erreicht.

Helfen könnten dem DAX gute Nachrichten für Bayer: Nun haben auch die US-Behörden der rund 54 Milliarden Euro schweren Übernahme des Saatgut- und Agrarchemie-Riesen Monsanto zugestimmt. Auch wenn Mexiko und Kanada noch zustimmen müssen, gilt die Transaktion als sicher. Es ist die größte Übernahme eines deutschen Unternehmens im Ausland. Bayer-Aktien stiegen im vorbörslichen Handel auf Tradegate um 1,3 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss. Die Investmentbanken Goldman Sachs und UBS bestätigten die Bayer-Aktie mit "Buy", UBS erhöhte zudem das Kursziel um 10 auf 130 Euro.

Allerdings muss Bayer nun deutlich mehr Geschäftsanteile an den Rivalen BASF verkaufen als ursprünglich erwartet. Auf 7,6 Milliarden Euro beziehungsweise 9 Milliarden Dollar beläuft sich der Kaufpreis. Insgesamt geht damit ein Umsatzvolumen von 2,2 Milliarden Euro an BASF. Aktien von BASF gaben vorbörslich etwas nach.

Papiere von Linde legten vorbörslich um knapp ein Prozent zu, nachdem JPMorgan die zum Umtausch für die Fusion mit Praxair eingereichten Linde-Aktien von "Neutral" auf "Overweight" erhöht hat.

Am Nachmittag dürften die Börsianer einen Blick auf die Konjunktur in den USA werfen. Veröffentlicht werden Daten zur Beschäftigung im privaten Gewerbe im Mai. Sie könnten Hinweise geben auf das konjunkturelle Highlight der Woche, den offiziellen Arbeitsmarktbericht der Regierung am Freitag.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro