Europas Leitbörsen am Vormittag einheitlich höher

Die europäischen Leitbörsen haben am Dienstag nach dem verlängerten Osterwochenende einheitlich höher tendiert. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,70 Prozent oder 20,80 Punkte bei 3.007,53 Einheiten. Der DAX in Frankfurt stieg um 0,39 Prozent oder 38,71 Zähler auf 9.890,06 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,66 Prozent oder 40,21 Einheiten auf 6.146,69 Punkten.

Am Vormittag ist es an den europäischen Aktienmärkten bisher ruhig geblieben, auch weil es kaum Impulse für den Handel gab. Die Börsen in New York und Tokio haben ohne größere Veränderungen geschlossen, auch der Datenkalender in Europa ist nur spärlich gefüllt. Von Zahlen zum italienischen Geschäftsklima und Verbrauchervertrauen wurde der Handel kaum beeinflusst. Während das Geschäftsklima leicht unter den Erwartungen geblieben ist, hat das Vertrauen der Konsumenten die Prognosen übertroffen. Im Euroraum ist außerdem die Kreditvergabe sowohl an Haushalte als auch an Nicht-Finanzunternehmen im Februar gestiegen, wie Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigten.

Der Euro notierte im Frühhandel etwas tiefer bei 1,1180 Dollar. Die Ölpreise tendierten deutlicher in der Verlustzone: Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Vormittag weniger als 38,8 Dollar und damit über 1,2 Prozent weniger als am Vortag.

Im weiteren Tagesverlauf könnte eine Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen am späten Nachmittag für Bewegung Sorgen. Was Konjunkturdaten angeht, stehen in den USA noch Zahlen zum Häusermarkt im Jänner und Daten zum Verbrauchervertrauen im März am Programm.

Bei den Einzelwerten wurden im Frühhandel vor allem Aktien aus der Finanzbranche stark nachgefragt. Im Euro-Stoxx-50 belegten gleich sieben Titel aus dem Sektor die Spitzenplätze, darunter Banco Santander (plus 1,93 Prozent), AXA (plus 1,74 Prozent) und Intesa Sanpaolo (plus 1,58 Prozent). An der Zürcher Börse stiegen die Titel von Credit Suisse um knappe 0,14 Prozent, nachdem die Schweizer Großbank zugestimmt hatte, mehr als 29 Mio. Dollar zur Beilegung einer juristischen Auseinandersetzung um mit Hypotheken verbriefte Papiere in den USA zu zahlen.

In Frankfurt tendierten Bayer-Aktien um 0,34 Prozent höher. Der Chemie- und Pharmakonzern hat in Japan mehrere Zulassungen erhalten. Die Leverkusener können nun das Krebsmedikament Xofigo vermarkten. Die Zulassung bezieht sich auf die Behandlung von Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakrebs und Knochenmetastasen.

Brüssel/Mountain View /Menlo Park (APA/dpa) - Trotz Widerständen aus anderen EU-Ländern will der französische Präsident Emmanuel Macron sein Vorhaben einer Besteuerung von Internet-Giganten vorantreiben. Er setze dabei auch auf die Zusammenarbeit mit Deutschland, sagte Macron beim EU-Gipfel in Brüssel am Freitag. Es sei ein Problem, dass große Internetfirmen in manchen Mitgliedstaaten bisher keine Mehrwertsteuer zahlten.
 

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Macron lässt bei Steuer für Internet-Giganten nicht locker

Peking (APA/Reuters) - Die EU prüft, ob chinesische Firmen Elektro-Fahrräder in Europa nur dank unfairer Beihilfen zu Niedrig-Preisen anbieten können. Die EU-Kommission leitete am Freitag die Untersuchung einer Beschwerde ein, die der Europäische Fahrradhersteller-Verband (EBMA) Anfang Oktober eingereicht hatte.
 

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EU prüft Dumping-Vorwürfe gegen E-Bike-Hersteller aus China

Windhuk (APA) - Der afrikanische Staat Namibia macht ernst mit Airbnb-Vermietern: Melden oder erwischt werden und ins Gefängnis gehen, heißt die neue Losung. Bis zum Jahresende kann man sich noch bei der Tourismus-Regulierungsbehörde anmelden. Der Tourismussektor trägt rund 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des südafrikanischen Landes bei, das etwa bei Safari-Freunden beliebt ist.
 

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Namibia greift bei Airbnb-Vermietern hart durch