Europas Leitbörsen zu Mittag weiter im Minus

Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag im Verlauf mit Verlusten tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 0,66 Prozent auf 3.120,52 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.20 Uhr mit 10.324,83 Punkten und minus 0,47 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 36,74 Zähler oder 0,58 Prozent und steht nun bei 6.273,70 Stellen.

Die Leitbörsen konnten die Verluste zwar etwas eindämmen, blieben aber deutlich im Minus. Am Vormittag hatte der ifo-Geschäftsklimaindex zwar eine moderate Fortsetzung des Aufschwungs in Deutschland gezeigt. Der Indikator legte aber schwächer zu, als von Ökonomen erwartet worden war. Der Geschäftsklimaindex stand im April bei 106,6 Punkten, Prognosen hatten mit 107,1 Zählern gerechnet.

Der niederländische Elektronikkonzern Philips präsentierte seine Quartalszahlen und die Pläne für die Abspaltung seines Lichtgeschäftes. Bei den Anlegern kamen diese offensichtlich nicht besonders gut an. Die Philips-Anteilsscheine gaben um 5,27 Prozent nach und waren damit am schwächeren Ende des Euro-Stoxx-50. Darauf folgten die Bankenwerte von Intesa Sanpaolo (minus 2,20 Prozent), der Deutschen Bank (minus 2,32 Prozent) und Unicredit (3,13 Prozent).

Am Vormittag zählten die deutschen Autoaktien noch zu den schwächsten Papieren im Euro-Sotxx-50. Daimler (minus 0,76 Prozent), BMW (minus 1,63 Prozent) und VW (minus 1,08 Prozent) bauten ihre Verluste allerdings nicht weiter aus.

Die Kurse der Rohstoffkonzerne an der Londoner Börse zogen den FT-SE-100 ins Minus. Glencore verloren 3,06 Prozent, Rio Tinto 3,92 Prozent, BHP Billiton 5,22 Prozent und Anglo American 6,39 Prozent.

Für Kursgewinne sorgten Einschätzungen von Analysten. Ashtead gewannen 2,70 Prozent, nachdem die Bank of America eine Kaufempfehlung für Ashtead-Aktien ausgegeben hatte. Ein größeres Plus konnte im FT-SE-100 nur noch Imperial Brands aufweisen (plus 3,02 Prozent) hier hatte Goldman Sachs sein Rating angehoben.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden