Europas Leitbörsen springen zu Mittag zurück in Gewinnzone

Frankfurt am Main - Europas Leitbörsen springen Dienstagmittag über die 3.100 Punkte Marke. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 gewann 41,84 Einheiten oder 1,36 Prozent auf 3.126,02 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.10 Uhr mit 9.892,61 Punkten und einem Plus von 110,71 Einheiten oder 1,13 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London lukrierte 34,33 Zähler oder 0,53 Prozent und steht nun bei 6.535,75 Stellen.

Für anhaltende Unsicherheit sorgte der anhaltende Ölpreis-Verfall. Aber auch die Konjunktursorgen belasten weiterhin die Märkte. So wurden rückläufige Zahlen zum Auftragseingang im deutschen Maschinenbau im November am Markt deutlich negativ aufgenommen.

Andererseits sorgte die Beruhigung in der Debatte um einen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone und die auf den niedrigsten Stand seit fast 15 Jahren gefallene Inflationsrate in Großbritannien für Hoffnung unter den Investoren. Damit könnte die Zinserhöhung auch auf der Insel noch in weitere Ferne rücken und gleichzeitig Signale an die Europäische Zentralbanksenden (EZB) senden.

Denn Staatsanleihenkäufe durch die EZB sind in greifbare Nähe gerückt. Am 22. Jänner könnte die Direktionsmitglieder eine Entscheidung treffen. Seit Wochen feilen die Währungshüter an einem Programm zum Kauf von Unternehmens- und Staatsanleihen in großem Stil - im Fachjargon "Quantitative Easing" (QE).

Im Branchenvergleich gewann die Automobil- und Luftfahrtbranche an Terrain. Die Airbus-Aktien stiegen 1,67 Prozent. Airbus-Verkaufschef John Leahy fürchtet trotz des Ölpreis-Einbruchs nicht um neue Aufträge für sparsamere Flugzeugmodelle. "Die Fluggesellschaften verdienen wegen des niedrigen Ölpreises mehr Geld. Daher tendieren sie dazu, mehr neue Flugzeuge zu kaufen", sagte der Manager.

Größte Verlierer im Euro-Stoxx-50 waren die Versorgerpapiere. E.ON-Titel sackten um 2,30 Prozent und RWE-Aktien um 0,43 Prozent ab. Die Aktien beider Konzerne sind bereits seit Dezember auf Talfahrt. Auch Eni gaben um 0,44 Prozent nach, ebenso Total um 0,18 Prozent.

Darüber hinaus bewegten noch einige Analystenstimmen. So sackten Aurubis-Papiere um mehr als 5 Prozent ab. Die Experten von Mainfirst rechnen beim Kupferkonzern mit einem schwachen ersten Quartal und raten daher, nach dem zuletzt guten Lauf der Aktie Gewinne mitzunehmen.

Evonik-Aktien sind mit plus 0,19 Prozent dem MDax hinterhergehinkt. Das Bankhaus Metzler hatte zuvor seine Verkaufsempfehlung für die Titel bestätigt und das Kursziel von 23,00 auf 22,50 Euro gesenkt. Der niedrige Ölpreis dürften die Gewinnerholung des Chemiekonzerns verlangsamen, hieß es.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro