Europas Leitbörsen zu Mittag überwiegend etwas höher

Frankfurt am Main - Die Leitbörsen Europas haben sich am Mittwoch im Mittagshandel überwiegend mit etwas höheren Notierungen gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 18,80 Einheiten oder 0,60 Prozent auf 3.139,22 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.25 Uhr mit 9.517,90 Punkten und einem Plus von 61,37 Einheiten oder 0,65 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London ermäßigte sich indessen um minimale 2,36 Zähler oder 0,04 Prozent und steht nun bei 6.706,77 Stellen.

Neue Impulse blieben zur Wochenmitte Mangelware. Die Vorgaben aus Übersee lieferten keine klare Richtung. Am Nachmittag könnten jedoch die Immobiliendaten aus den USA für etwas Bewegung sorgen. Zudem steht nach Börsenschluss das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Federal Reserve auf der Agenda.

Am Vormittag hat bereits die Bank of England (BoE) ihr Sitzungsprotokoll vorgelegt. Aus diesem ging hervor, dass die Führung der britischen Notenbank weiter über den geldpolitischen Kurs uneins ist. Zwei von neun Zentralbankern stimmten auf der Sitzung Anfang November für eine sofortige Zinserhöhung. Auch bei der Einschätzung der derzeitigen konjunkturellen Lage sind sich die Währungshüter nicht einig. Während manche die Gefahr eines abflauenden Aufschwungs sowie einer anhaltend niedrigen Inflation sehen, halten andere es für wahrscheinlich, dass die Wirtschaft stärker anzieht als bisher erwartet.

Marktbewegende Unternehmensnachrichten gab es heute nur wenige. Gesucht waren in einem europäischen Branchenvergleich unter anderem Bankwerte. So zogen Unicredit um 1,63 Prozent an, obwohl die Analysten von Exane BNP Paribas laut Marktteilnehmern ihr Kursziel für die Bankaktien gesenkt hatten. Dagegen haben die Exane-Experten ihr Kursziel für die Titel von Intesa Sanpaolo nach der Vorlage von Quartalszahlen angehoben. Intesa-Aktien stiegen um 1,68 Prozent.

Klar im Plus notierten zudem Generali mit plus 1,64 Prozent. Der italienische Versicherungskonzern hat ein Jahr früher als ursprünglich geplant sein Entwicklungsprogramm bis 2015 umgesetzt. Im kommenden Mai soll daher eine neue strategische Phase mit der Vorstellung eines weiteren Entwicklungsplans beginnen, berichtete CEO Mario Greco.

In London litten Minenwerte unter schwachen Metallpreisen. Eisenerz ist zur Wochenmitte auf den tiefsten Stand seit etwa fünf Jahren gefallen, hieß es aus dem Handel. Rio Tinto büßten im Mittagshandel 1,75 Prozent ein und BHP Billiton sackten um 1,14 Prozent ab.

Zu den größten Verlierern im britischen "Footsie" Index zählten zudem Royal Mail mit minus 7,33 Prozent. Das Unternehmen meldete einen gesunkenen Gewinn im ersten Halbjahr. Auch der britische Broker ICAP hat für das erste Halbjahr einen um zehn Prozent gesunkenen Vorsteuergewinn zur Vorjahresperiode bekanntgegeben. Die Aktien brachen um 7,80 Prozent ein.

Peking (APA/Reuters) - Die chinesische Zentralbank will ungeachtet gestiegener Konjunkturrisiken durch den Handelskonflikt mit den USA vorerst auf größere Hilfen für die Wirtschaft verzichten. Stattdessen sollen die Finanzierungsprobleme von Unternehmen "effektiv gelindert" werden, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme.
 

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Chinas Notenbank verzichtet vorerst auf größere Konjunkturhilfen

Genua (APA/Reuters) - Nach dem Brückeneinsturz in Genua hat Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte den Autobahnbetreiber zu deutlich höheren Entschädigungszahlungen für die Opfer aufgefordert. Den vom Infrastrukturkonzern Atlantia angebotenen Betrag von 500 Millionen Euro nannte der Regierungschef in der Zeitung "Il Corriere della Sera" vom Dienstag bescheiden.
 

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Brückeneinsturz in Genua - Conte fordert mehr Geld von Betreiber

Wien (APA) - Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) befürchtet, dass Österreich in der Grundlagenforschung den Anschluss an die internationale Spitze verliert. Um das zu vermeiden, empfiehlt das Gremium der Bundesregierung, die im Wettbewerb vergebenen Mittel für Grundlagenforschung zu steigern. So sollte das Budget des Wissenschaftsfonds FWF um 80 bis 90 Mio. Euro jährlich erhöht werden.
 

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Forschungsrat empfiehlt mehr Mittel für Grundlagenforschung