Europas Leitbörsen im Frühhandel wieder im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Nach der klaren Erholung vom Vortag haben die Leitbörsen Europas den Handel am Donnerstag wieder im Minus begonnen. Damit folgten sie dem Trend der etwas schwächeren Wall Street und konnten sich nicht von dem Auftrieb an den asiatischen Börsen anstecken lassen. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.30 Uhr mit minus 0,54 Prozent oder 18,61 Punkte bei 3.435,91 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt verlor 0,64 Prozent oder 80,42 Zähler auf 12.510,01 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,42 Prozent oder 30,90 Einheiten auf 7.248,52 Punkte.

Am gestrigen Mittwoch war der Dow Jones Industrial zwar kaum verändert, aber immerhin stolze 500 Punkte unterhalb des Tageshochs aus dem Handel gegangen. Die Turbulenzen der vergangenen Handelstage haben sich somit noch nicht ganz gelegt. Von "Business as usual" kann noch nicht die Rede sein, kommentierte Finanzexperte Dirk Gojny von der National-Bank.

"Eines ist klar: Die Volatilität ist zurück", resümierte außerdem Philippe Uzan, Chefinvestor der Bank Edmond de Rothschild, die Ausschläge in den vergangenen Handelstagen. Die Aktienmärkte hätten sich "zu schnell nach oben bewegt, was nun zu Marktschwankungen geführt hat". Allerdings biete der heftige Rücksetzer gute Chancen, bei niedrigeren Kursen wieder ins Risiko zu gehen.

Daneben blicken die Anleger verstärkt auf die voranschreitende Berichtssaison. Mit UniCredit, Societe Generale und Commerzbank lieferten heute gleich drei große Banken Ergebnisse ab.

Die italienische UniCredit hat 2017 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Unterm Strich stand ein Gewinn von 5,5 Mrd. Euro, ein Jahr zuvor hatte die Bank noch 11,8 Mrd. Euro Verlust geschrieben. Das vierte Quartal war mit einem Nettogewinn von 801 Mio. Euro das beste Schlussquartal seit einem Jahrzehnt gewesen. Beim Konzernumbau sieht sich die UniCredit schon über den bis 2019 gesetzten Zielen. Im Frühhandel zogen die Aktien um 3,40 Prozent an.

Dagegen musste die Commerzbank wegen des teuren Umbaus einen weiteren Gewinnrückgang hinnehmen, schlug sich aber besser als von Analysten erwartet. Das Kreditinstitut verdiente 2017 noch 156 Mio. Euro - nach 279 Mio. Euro im Jahr zuvor. Die Titel gewannen klare 4,70 Prozent.

Auch die französische Societe Generale hat im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient. Insgesamt fiel der Gewinn 2017 um ein Viertel auf 2,8 Mrd. Euro. Auch die Erträge gingen zurück. Im vierten Quartal schlug sich der Konzern dagegen besser als erwartet. Zwar schrumpfte der Gewinn von 390 Mio. auf 69 Mio. Euro, Analysten waren jedoch von einem Verlust ausgegangen. Die Anleger zeigten sich darüber offenbar erfreut - die Aktien führten mit plus 4,73 Prozent die Liste der Kursgewinner im Euro-Stoxx-50 an.

Im Plus rangierten auch die Aktien des Ölkonzerns Total (plus 1,16 Prozent). Dank gestiegener Ölpreise und einer höheren Produktion hat der Konzern beim Gewinn 2017 kräftig zugelegt. Unterm Strich kletterte das Ergebnis im Vorjahresvergleich um knapp 34 Prozent auf 8,3 Mrd. US-Dollar.

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