Europas Leitbörsen im Frühhandel mit Verlusten, FTSE MIB minus 2,63%

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Dienstagvormittag mit deutlichen Verlusten gezeigt. Dabei wiegen die Sorgen über die politischen Unsicherheiten in Italien schwer. Wichtige Unternehmensnachrichten waren unterdessen Mangelware.

Die geplante europakritische Koalition zwischen den Fünf Sternen und der rechtspopulistischen Lega war am Sonntag geplatzt. Staatspräsident Sergio Mattarella wollte angesichts der Unruhe an den Finanzmärkten den Euro- und Deutschland-kritischen Finanzminister des Bündnisses nicht absegnen. Nun drohen Neuwahlen in dem Eurozonen-Mitgliedsland.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.15 Uhr mit minus 1,81 Prozent oder 62,94 Punkte bei 3.419,70 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 1,50 Prozent oder 193,50 Zähler auf 12.669,96 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,95 Prozent oder 73,58 Einheiten auf 7.656,70 Punkte.

Starke Verluste gab es für die Leitindizes in Italien und Spanien, die mit mehr als minus 2 Prozent deutlich Federn lassen mussten. So verlor der Mailänder Leitindex FTSE MIB am Vormittag 2,64 Prozent auf 21.352,94 Punkte.

Im Leitindex der Eurzone konnte sich am Vormittag nur Unilever mit einem minimalen Plus in der Gewinnzone halten. Deutliche Verluste gab es unterdessen für die großen Bankenwerte: so gaben Intesa SanPaolo und Banco Santander jeweils mehr als 3 Prozent ab. Deutsche Bank und BNP Paribas verloren jeweils mehr als 3 Prozent.

Starke Verluste setzte es insbesondere in Spanien für die dortigen Bankwerte: Banco Sabadell und auch Bankia gaben mehr als 4 Prozent ab.

Im breit gefassten Euro-Stoxx-Index konnten sich Aktien des Satellitenbetreibers SES erfolgreich gegen den Trend stemmen. Die SES-Papiere verteuerten sich in Paris um mehr als 4 Prozent.

In London gaben Royal Bank of Scotland im Einklang mit dem Branchentrend 2,49 Prozent ab. Zulegen konnten unterdessen Aktien des Maschinenbauers Smiths Group. Erst am Vortag hatte das Unternehmen bekannt gegeben, dass es sich in Verhandlungen mit dem US-Konzern ICU Medical zur Zusammenlegung der jeweiligen Medizinsparten befindet. Smiths-Aktien verteuerten sich am Dienstagvormittag um 3,87 Prozent.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro