Europas Leitbörsen schließen in der Gewinnzone

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen haben den Handel am Montag in der Gewinnzone beendet. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg um 41,28 Einheiten oder 1,36 Prozent auf 3.084,18 Punkte.

Zum Wochenstart konnten sich die europäischen Märkte etwas stabilisieren, nachdem in der vergangenen Woche schwache US-Daten, Sorgen um Griechenland und Spekulationen um weitere Lockerungsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine letztlich im Minus geendete Berg- und Talfahrt gesorgt hatten. Ein schwacher US-Frühhandel trübte die Stimmung am Nachmittag zwischenzeitlich etwas ein. Bis zum Handelsschluss gewann jedoch die Erholungsbewegung in Europa wieder die Oberhand.

Von Konjunkturseite blieben neue Impulse heute aus. Verstärkte Aufmerksamkeit kam damit den erneut stark gefallenen Ölpreisen sowie dem Start der neuen Berichtssaison zu. Im Hintergrund blieb die Notenbankpolitik der EZB im Fokus. Am kommenden Mittwoch steht die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu den Käufen von Staatsanleihen durch die EZB auf der Agenda.

Vor dem Hintergrund erneut stark gefallener Ölpreise waren Energiewerte weit unten auf der Kurstafel zu finden. Im Euro-Stoxx-50 zählten RWE (minus 2,61 Prozent) und Enel (minus 0,40 Prozent) zu den wenigen Kursverlierern. Auch an der Börse in London ging es für Ölwerte deutlich bergab. So büßten BG Group klare 3,63 Prozent ein, Royal Dutch Shell B gaben 1,55 Prozent ab und BP sanken um 0,53 Prozent. Die Ölpreise Brent und WTI setzten am Montag ihre Talfahrt der vergangenen Monate weiter fort. Die Preise für beide Ölsorten notierten wieder deutlich unter 50 Dollar.

An die Spitze des Euro-Stoxx-50 setzten sich indessen SAP mit plus 4,62 Prozent. Der Softwarekonzern legte heute überraschend vorläufige Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Anleger honorierten vor allem die Erfolge im zukunftsträchtigen Geschäft mit der Datenwolke, hieß es vom Markt. Die Erlöse in der Cloud-Sparte waren im abgelaufenen Jahresviertel um 72 Prozent auf 360 Mio. Euro angezogen.

Zahlen kamen zudem von Dialog Semiconductor (minus 1,74 Prozent). Der Halbleiterkonzern hatte für das letzte Jahresviertel gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen um knapp ein Viertel gestiegenen Umsatz gemeldet. Das war mehr als vom Unternehmen prognostiziert.

Der Autozulieferer Continental hat seinen Umsatz und Gewinn 2014 leicht gesteigert und blickt vorsichtig optimistisch ins laufende Jahr. Der Betriebsgewinn (bereinigtes Ebit) kletterte auf mehr als 3,8 Mrd. Euro. Die Titel stiegen um 2,80 Prozent. Weitere Autowerte rückten heute vor dem Hintergrund der begonnenen Branchen-Messe in Detroit in den Fokus. Volkswagen (VW) tendierten um 0,47 Prozent höher, BMW stiegen bis Handelsschluss um 0,56 Prozent. Am vergangenen Freitag hatten die beiden Autobauer neue Absatzrekorde für das Geschäftsjahr 2014 gemeldet.

~ Index Änderung Änderung Zuletzt Punkte Prozent Wien ATX 2.145,45 -2,47 -0,11 2.147,92 Frankfurt DAX 9.781,90 133,40 1,38 9.648,50 London FT-SE-100 6.501,42 0,28 0,00 6.501,14 Paris CAC-40 4.228,24 49,17 1,18 4.179,07 Zürich SPI 9.017,40 41,70 0,46 8.975,70 Mailand FTSEMIB 18.349,15 172,06 0,95 18.177,09 Madrid IBEX-35 9.797,50 78,50 0,81 9.719,00 Amsterdam AEX 418,41 2,82 0,68 415,59 Brüssel BEL-20 3.257,98 9,79 0,30 3.248,19 Stockholm SX Gesamt 1.453,64 9,18 0,64 1.444,46 Europa Euro-Stoxx-5 3.084,18 41,28 1,36 3.042,90 0 Euro-Stoxx 315,56 3,36 1,08 312,20 ~

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro