Europas Leitbörsen legen weiter zu - vor 5. Gewinntag in Folge

Die Leitbörsen in Europa haben sich am Mittwochvormittag mit befestigter Tendenz gezeigt und stehen damit bereits vor ihrem 5. Gewinntag in Folge. Die jüngste Erholungsbewegung wird an den Aktienmärkten somit fortgesetzt. Vor allem die Börsen in Tokio und Shanghai lieferten sehr starke Vorgaben, nachdem bereits die Wall Street am Vorabend nach erfreulichen US-Konjunkturzahlen sehr fest geschlossen hatte.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.10 Uhr mit plus 0,99 Prozent bei 3.026,13 Einheiten. Der DAX in Frankfurt stieg 1,12 Prozent auf 9.826,31 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,61 Prozent auf 6.190,52 Punkte.

Bei den Anlegern setzt sich laut Finanzinformationsdienst Bloomberg die Einschätzung durch, dass die internationale Aktienkurstalfahrt nach dem Jahresauftakt überzogen war. Zudem stehen die Notenbanken mit weiteren geldpolitischen Unterstützungsmaßnahmen in Europa oder Asien bereit.

Im Frühhandel gibt es die stärksten durchschnittlichen Kursgewinne bei Bankenaktien zu sehen. In London geht es zudem mit den Minenwerten nach höheren Metallpreisen deutlich nach oben.

Die UniCredit-Papiere klettern um drei Prozent in die Gewinnzone. Knapp dahinter legen Banco Santander um 2,85 Prozent zu und Societe Generale verteuern sich um 2,75 Prozent. Bei BNP Paribas gibt es Kursplus von 2,2 Prozent zu sehen.

In London markieren die Bergbauaktien Anglo American, Antofagasta, BHP Billiton und Rio Tinto mit Zuwächsen zwischen drei und fünf Prozent das obere Ende der Kursliste im FT-SE-100.

Zalando verteuerten sich 1,6 Prozent auf 30,47 Euro. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Aktie des Online-Modehändlers nach Zahlen auf der "Conviction Buy List" und das Kursziel auf 45 Euro belassen. Die Zalando-Ergebnisse seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, doch die Ziele für 2016 seien eher durchwachsen, hieß es.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma