Europas Leitbörsen im Frühhandel einheitlich im Plus

Frankfurt am Main - Nach Kursverlusten in den Vorwoche sind die europäischen Leitbörsen am Montag wieder einheitlich im Plus in die Woche gestartet. Positive Impulse kamen von etwas festeren Übersee-Börsen. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.45 Uhr mit plus 1,29 Prozent oder 47,30 Punkte bei 3.726,33 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt gewann klare 1,48 Prozent oder 176,21 Zähler auf 12.044,54 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit plus 0,62 Prozent oder 42,28 auf 6.897,30 Punkte.

Sowohl an der Wall Street am Freitag als auch aus an den meisten asiatischen Börsen gab es zum Wochenstart ein Plus zu sehen. In Fernost sorgten Hoffnungen auf eine Lockerung der Geldpolitik seitens der chinesischen Zentralbank für Unterstützung, hieß es.

Demgegenüber steht jedoch das anhaltende Tauziehen um die griechische Reformliste. Am Wochenende waren dreitägige Verhandlungen diesbezüglich ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Geldgeber werteten die griechischen Vorschläge als unzureichend und verlangen Nachbesserungen. Regierungschef Alexis Tsipras rechnet allerdings dennoch mit einer raschen Lösung.

Die Rettung Griechenlands vor der Staatspleite bleibt eine Zitterpartie, kommentierten Marktteilnehmer. So dürften die Anleger auch in der laufenden Woche vorsichtig bleiben. Zudem sollte der Eurokurs weiter im Auge behalten werden, der sich nach seiner zwischenzeitlichen Stabilisierung wieder etwas abschwächen könnte.

Auf der Agenda stehen außerdem neue Konjunkturdaten. Neben deutschen Verbraucherpreisen werden am Nachmittag Zahlen vom US-Immobilienmarkt veröffentlicht.

Unternehmensseitig blieb es dagegen sehr ruhig am Markt. Ans Ende des Euro-Stoxx-50 sackten vor dem Hintergrund wieder gefallener Rohölpreise Öl- und Versorgerwerte ab. Bei den Verhandlungen um das iranische Atomprogramm mehren sich die Spekulationen um eine Einigung und um ein Ende der westlichen Sanktionen. In diesem Fall würde sich das weltweite Ölangebot noch einmal erhöhen. Repsol verloren minimale 0,03 Prozent und Total gaben 0,06 Prozent ab. Eni verloren 0,31 Prozent.

An die Spitze des europäischen Leitindex setzten sich indessen ASML mit plus 2,37 Prozent. Die Analysten der Societe Generale (SocGen) haben das Kursziel für die Aktien des Chipkonzerns von 110 auf 118 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. In der Branche sorgten Übernahmespekulationen für Aufmerksamkeit. Medien berichteten über Gespräche des weltgrößten Chipherstellers Intel zur Übernahme des Chipspezialisten Altera.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker