Europas Leitbörsen im Frühhandel einheitlich im Minus

Frankfurt am Main - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Montagvormittag einheitlich im Minus gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.45 Uhr mit minus 0,92 Prozent oder 34,17 Punkte bei 3.679,79 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,39 Prozent oder 45,78 Zähler auf 11.765,07 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,53 Prozent oder 37,34 auf 7.033,36 Punkte.

Die Situation rund um Griechenland blieb Gesprächsthema am Markt, da das Treffen der Finanzminister vor dem Wochenende nur wenig zu einer Lösung beitragen konnte. Die Gespräche Athens mit den Geldgebern sollen an diesem Montag fortgesetzt werden. Griechenland kann nur nach einer Einigung auf ein umfangreiches Reformpaket auf bisher blockierte Hilfen von 7,2 Milliarden Euro hoffen. Die Eurogruppe will bei ihrem nächsten Treffen am 11. Mai darüber beraten.

Wichtige Konjunkturdaten stehen am heutigen Handelstag nicht auf der Tagesordnung. Erst zur Wochenmitte dürfte es mit den Geldmengenzahlen und vorläufigen Inflationszahlen wieder interessant werden, schreiben Analysten der Helaba in ihrem täglichen Ausblick. Im Vorfeld der US-Zinssitzung der Notenbank Fed dürften Anleger mit Zurückhaltung agieren, hieß es aus dem Handel.

Bei den Einzelwerten standen in Frankfurt die Aktien der Deutschen Bank im Fokus, sie standen im Frühhandel bei minus 2,87 Prozent und waren damit Schlusslicht im Euro-Stoxx-50. Die Deutsche Bank hat im ersten Quartal trotz hoher Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten schwarze Zahlen geschrieben. Vor Steuern standen 1,48 Milliarden Euro Gewinn zu Buche. Das sind zwölf Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Überschuss halbierte sich auf 559 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt ein Vorsteuerergebnis von 1,4 Milliarden Euro und einen Überschuss von 655 Millionen erwartet. Außerdem zeigten sich Anleger angesichts der Details zur neuen Strategie enttäuscht.

HSBC notierten in London mit plus 2,97 Prozent. Europas größte Bank erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, ihr britisches Privatkundengeschäft abzuspalten. Spitzenmanager des in London ansässigen Geldhauses zögen derzeit in Betracht, den Bereich in einer rund 20 Milliarden Pfund schweren Transaktion auszugliedern, schreibt die "Sunday Times". HSBC wollte den Bericht nicht kommentieren. Vor kurzem hatte HSBC angesichts steigender Steuern in Großbritannien damit gedroht, die Konzernzentrale zu verlegen.

Nokia-Papiere zeigten sich mit minus 0,21 Prozent. Nokia hat Medienberichte über Absichten für eine Rückkehr ins Handy-Geschäft zurückgewiesen. Man habe aktuell keine Pläne, Mobiltelefone für Verbraucher herzustellen oder zu verkaufen, teilte der finnische Konzern am Wochenende mit. Das Technologieblog "Recode" hatte vor einer Woche die Welle der Berichte losgetreten und geschrieben, Nokia könne im eigenen Haus entwickelte Smartphones und den Markennamen an andere Hersteller lizenzieren.

Der größte britische Energieversorger Centrica stand bei minus 0,13 Prozent. Das Unternehmen gab in einem Trading Update bekannt, dass die Geschäfte gemäß dem Ausblick verlaufen würden. An der Börse in Madrid verloren Bankia 2,47 Prozent. Die Großbank gab einen um 12,8 Prozent höheren Nettogewinn im ersten Quartal auf 244 Mio. Euro bekannt und übertraf damit die Analystenerwartungen. Allerdings verringerte sich das Nettozinseinkommen um ein Prozent im Vorjahresvergleich.

Brüssel (APA) - Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, (ÖVP) hat am Montag bei einer von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Brüssel veranstalteten Konferenz zu Cybersecurity, betont, es sei eine Pflicht, das entsprechende EU-Gesetzespaket bis Jahresende abzuschließen. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erklärte, dass es wöchentlich Cyberattacken auf österreichische Banken gebe.
 

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Edtstadler will EU-Cybersecurity-Paket heuer abschließen

Washington (APA/dpa) - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten.
 

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USA legen Beschwerde bei WTO gegen Strafzölle ein

Moskau/Kiew (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die EU aufgerufen, den Sanktionen gegen Russland ein Ende zu setzen. Es sei nicht auszuschließen, dass Italien die zum Jahresende anstehende Verlängerung der Sanktionen gegen Russland durch sein Veto stoppen werde, sagte Salvini bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuchs in Moskau am Montag.
 

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Salvini droht mit Veto gegen Verlängerung der Russland-Sanktionen