Europas Leitbörsen im Frühhandel einheitlich im grünen Bereich

Frankfurt am Main - Die Leitbörsen in Europa haben in Folge guter Vorgaben aus Übersee am Dienstagvormittag einheitlich zugelegt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.10 Uhr mit plus 0,91 Prozent oder 33,98 Punkte bei 3.752,02 Einheiten. Der DAX in Frankfurt stieg 1,35 Prozent oder 160,99 Zähler auf 12.052,90 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit plus 0,60 Prozent oder 42,49 auf 7.094,62 Punkte.

Unterstützung lieferte wie schon am Vortag die Hoffnung auf eine lockere Geldpolitik in China, hieß es von Marktbeobachtern. Die chinesische Notenbank People's Bank of China hatte am Sonntag angekündigt, ihren Mindestreservesatz um einen Prozentpunkt auf 18,5 Prozent senken zu wollen. Entsprechend gut waren auch die Vorgaben aus Asien und den USA.

Von Konjunkturdatenseite richtet sich der Blick auf den ZEW-Index aus Deutschland. Die Experten der Helaba rechnen angesichts der leicht negativen Vorgaben ebenfalls mit einer etwas schlechteren Entwicklung. Die Konsensschätzung geht von einem Rückgang im April auf 55,3 Punkten bei den Konjunkturerwartungen aus nach 54,8 Zähler im März. Aus den USA stehen hingegen keine relevanten Daten auf dem Programm.

Im Branchenvergleich rückten Technologiewerte an die Spitze. Die SAP-Aktien kletterten mit 2,27 Prozent an die Spitze des europäischen Leitindex. Der Softwarekonzern startete dank des schwachen Euro sowie des guten Cloud-Geschäfts mit Miet-Software mit kräftigem Rückenwind in das neue Jahr. Auch die Papiere von ASML Holdings waren schwer gefragt und legten 2,25 Prozent zu. Aus der zweiten Reihe gewannen Dassault Systemes im Euronext in Paris sogar 2,81 Prozent. Hingegen präsentierten sich Öl- und Gaswerte etwas schwächer. Die Eni-Titel fielen mit minus 0,65 Prozent ans Schlusslicht des Euro-Stoxx-50 und Respol trat mit minus 0,03 Prozent auf der Stelle.

Daneben wendeten sich Anleger von den Anteilsscheinen der Credit Suisse ab - diese verloren 1,04 Prozent. Obwohl die Schweizer Großbank trotz der starken Aufwertung des Schweizer Franken zu Jahresbeginn mehr verdient hat. Die Belastungen durch den starken Franken hielten sich laut Bankangaben in Grenzen. Vorstandschef Brady Dougan scheint damit ein versöhnliches Ende seiner achtjährigen Amtszeit zu gelingen. Der US-Amerikaner stand seit langem unter Druck, weil es ihm nicht gelang, die Bank nachhaltig zu stabilisieren und den Börsenkurs wieder anzutreiben. Zudem wurde er für Milliardenstrafen verantwortlich gemacht.

Hingegen dürften die Hochtief-Aktien in Folge der Leighton-Zahlen 0,85 angezogen haben. Die australische Hochtief-Tochter Leighton ist dank eines strikten Sparkurses mit einem Gewinnzuwachs ins neue Jahr gestartet. Leighton wird demnächst seinen Namen in Cimic ändern. Dem deutschen Konzern Hochtief, der wiederum vom spanischen Bauunternehmen ACS kontrolliert wird, gehören knapp 70 Prozent der Leighton-Anteile. Auch ACS-Papiere profitierten mit einem Plus von 0,74 Prozent.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los