Europas Leitbörsen zur Eröffnung einheitlich im Plus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag einheitlich mit Gewinnen tendiert. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.45 Uhr mit plus 0,62 Prozent oder 22,92 Punkte bei 3.696,97 Einheiten. Der DAX in Frankfurt stieg 0,74 Prozent oder 86,19 Zähler auf 11.774,89 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,90 Prozent oder 62,72 auf 7.057,35 Punkte.

Impulsgebende Konjunkturdaten standen nicht auf der Tagesordnung. In Deutschland sind die Erzeugerpreise sind im März im Jahresvergleich stärker als erwartet gefallen. Das Preisniveau lag um 1,7 Prozent niedriger, Volkswirte hatten einen etwas schwächeren Rückgang um 1,6 Prozent erwartet.

Unterstützend wirkte hingegen eine geldpolitische Lockerung in China. Die Notenbank People's Bank of China hatte die Senkung des sogenannten Mindestreservesatzes um einen Prozentpunkt angekündigt. Mit dieser Lockerung der Geldpolitik soll die schwächelnde Konjunktur angekurbelt werden. Am Freitag hatte es an den europäischen Börsen unter anderem wegen Sorgen über eine Staatspleite Griechenlands und ein Ausscheiden aus dem Euro noch deutliche Kursverluste gegeben. Auf Wochensicht war dies die schlechteste Handelswoche im Jahr 2015.

An der Spitze des Euro-Stoxx-50 standen BASF mit einem Plus von 1,86 Prozent. Ebenso konnte das französische Immobilienunternehmen Unibail-Rodamco 1,62 Prozent gewinnen. Weniger gut lief es für Iberdrola, die 0,37 Prozent verloren und damit ans untere Ende des Euro-Stoxx-50 rutschten.

Für Telekomaktien ging es nach oben. Telenet Group stiegen 3,94 Prozent, nachdem das Unternehmen zugestimmt hatte, das Mobiltelefongeschäft von KPN für 1,33 Mrd. Euro zu kaufen. KPN-Aktien stiegen in Amsterdam 2,81 Prozent.

In London gewannen Tesco leichte 0,42 Prozent, obwohl die Financial Times berichtet hatte, dass das Unternehmen einen Jahresverlust von fünf Mrd. Pfund veröffentlichen werde. Tesco gibt die tatsächlichen Gesamtjahreszahlen am 22. April bekannt.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma