Europas Leitbörsen zur Eröffnung klar im Minus

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag nach schwachen Vorgaben aus Übersee klar tiefer in den Handel gestartet. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.45 Uhr mit minus 1,50 Prozent oder 54,21 Punkte bei 3.570,20 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 1,17 Prozent oder 136,88 Zähler auf 11.536,47 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,90 Prozent oder 63,49 auf 6.966,36 Punkte.

Anleger zeigten sich enttäuscht, dass die jüngste Verhandlungsrunde zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe erneut keine grundlegende Einigung brachte. Damit bleibe die Verunsicherung bezüglich einer Staatspleite und eines Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone hoch, schrieben die Experten der Helaba in ihrem täglichen Marktkommentar. Jetzt richte sich der Blick wieder auf die Europäische Zentralbank, die die Notfallliquidität genehmigen muss, um nicht Griechenland unbeabsichtigt aus der Eurozone zu katapultieren.

Unter den Einzelwerten zogen ThyssenKrupp 3,02 Prozent auf 25,615 Euro an. Dank Ergebnisverbesserungen in der Stahl-und Aufzugssparte hat der Technologiekonzern seine Erwartungen nach oben geschraubt. "Unsere Maßnahmen zur Performance-Verbesserung greifen und wir kommen beim Konzernumbau voran", sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger. Der operative Gewinn stieg im zweiten Quartal um rund ein Drittel auf 405 Mio. Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 379 Mio. Euro gerechnet. Unter dem Strich verdiente der Konzern allerdings mit 48 Mio. Euro um 221 Mio. Euro weniger als vor Jahresfrist.

Deutsche Post sackten mit minus 2,72 Prozent auf 28,95 Euro ans untere Ende des Euro-Stoxx-50 ab. Hohe Umbaukosten im Frachtgeschäft und in der Logistik haben der Deutschen Post im ersten Quartal einen leichten Gewinnrückgang eingebrockt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Überschuss um fast 1,5 Prozent auf 495 Mio. Euro, wie der Konzern mitteilte.

Während der Umsatz getrieben vom starken Dollar um fast 9 Prozent auf 14,8 Mrd. Euro zulegte, blieb auch vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit 720 Mio. Euro ein Prozent weniger Gewinn übrig als ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt höhere Profite erwartet.

Höhere Preise und der schwache Euro haben den deutschen Düngemittel- und Salzproduzenten K+S (minus 2,75 Prozent auf 31,09 Euro) im ersten Quartal angetrieben. Der Umsatz erhöhte sich dank einer robusten Nachfrage von Jänner bis Ende März um 15,8 Prozent auf 1,377 Mrd. Euro, wie der Konzern vor Beginn der Hauptversammlung mitteilte. Sowohl das Salz- als auch das Kaligeschäft legten zu.

Der französische Total-Konzern darf einen Medienbericht zufolge vor der Küste Kubas nach Öl bohren. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Staatsmonopolisten CubaPetroleo sei am Montag unterzeichnet worden, berichtete das kubanische Staatsfernsehen. Total-Aktien sanken im schwachen Umfeld 1,50 Prozent auf 46,80 Euro.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte