Europas Leitbörsen zur Eröffnung mit Gewinnen

Frankfurt am Main - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Montagvormittag mit Gewinnen gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.30 Uhr mit plus 0,76 Prozent oder 26,98 Punkte bei 3.597,76 Einheiten. Der DAX in Frankfurt stieg 0,56 Prozent oder 63,68 Zähler auf 11.477,50 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,33 Prozent oder 23,11 bei 7.007,54 Punkten.

Einkaufsmanagerindizes für Italien und Spanien fielen für den Monat Mai über den Erwartungen aus. Im weiteren Verlauf gibt es am frühen Nachmittag vorläufige Schätzungen zu den Konsumentenpreisen in Deutschland für den Monat Mai. Analysten erwarten dabei eine Stagnation.

Besonders im Auge haben Marktbeobachter allerdings den ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe aus den USA, der am späten Nachmittag veröffentlicht wird. Es wird eine leichte Steigung erwartet, was erneut die Diskussion über eine baldige Zinserhöhung anfachen dürfte.

Griechenland blieb unterdessen weiterhin Thema unter Marktteilnehmern. Die von der griechischen Regierung selbst gesteckte Frist einer Einigung am Sonntag werde offenbar verfehlt, hieß es. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker warnte eindringlich vor dem Ausscheiden Griechenlands aus der europäischen Währungsunion. Griechenland muss am 5. Juni eine IWF-Kredittranche bedienen. Deshalb hatte die Regierung in Athen auf eine Einigung vor diesem Datum gesetzt

Die Vorgaben aus Asien stützten. Die Börse in Schanghai konnte deutlich zulegen, nachdem endgültige Daten zum Einkaufsmanagerindex schwächer ausgefallen waren. Das entfachte neue Hoffnung auf weiter Stützungsmaßnahmen durch die Regierung.

Bei den Einzelwerten waren vor allem Aktien aus dem Gesundheitssektor gut gesucht. Papiere des Pharmaunternehmens Sanofi konnten 2,12 Prozent zulegen und lagen unter den größten Gewinnern im Euro-Stoxx-50. AstraZeneca gewannen in London 2,47 Prozent.

Versicherungswerte hingegen gehörten zu den größten Verlieren. So gaben im Euro-Stoxx-50 die Aktien von Allianz 0,25 Prozent ab und Münchener Rück lagen mit 1,07 Prozent im Minus.

Auch Immobilienwerte waren gut gesucht. In Frankfurt schossen Deutsche Annington nach Quartalszahlen deutliche 6,22 Prozent nach oben. Die ersten Monate des Jahres 2015 sind einer ersten Händlereinschätzung zufolge klar besser ausgefallen als erwartet.

In Zürich stiegen Holcim 0,47 Prozent. Der Zementkonzern leitet den letzten Schritt zur Fusion mit dem französischen Konkurrenten Lafarge ein. Holcim starte an diesem Montag das öffentliche Umtauschangebot für alle Aktien von Lafarge, teilte das Schweizer Unternehmen mit. Holcim bietet für zehn Lafarge-Titel neun eigene Papiere. Der Vollzug des geplanten Milliarden-Zusammenschlusses werde im Juli 2015 erwartet. Lafarge standen bei plus 0,70 Prozent.

In London stiegen Barclays leichte 0,25 Prozent. Die US-Investmentbank Stifel ist Insidern zufolge in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Übernahme der Vermögensverwaltung von Barclays. Der Deal sei zwar noch nicht unter Dach und Fach, könne aber bis Anfang nächster Woche vereinbart werden, sagten drei mit der Situation vertraute Personen zu Reuters. Die zum Verkauf stehende Einheit gehörte einst zur Pleitebank Lehman Brothers. Die Preisvorstellungen sind noch nicht öffentlich bekannt. Sprecher der beteiligten Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab.

Berlin (APA/AFP) - Mehr als tausend Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sowie Unterstützer haben am Mittwoch in der Hauptstadt für den Erhalt der Jobs bei der Airline demonstriert. Verdi-Sprecher Andreas Splanemann sprach am Nachmittag von rund 1.300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, das habe die Erwartungen der Gewerkschaft "bei weitem übertroffen".
 

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Air-Berlin-Beschäftigte demonstrieren für Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Großbanken in der Eurozone sollen maximal vier Jahre Zeit zum Aufbau zusätzlicher Finanzpuffer für den Krisenfall erhalten. Erstmals würden verpflichtende Ziele für die Mehrheit der größten und komplexesten Finanzkonzerne in der Eurozone gesetzt, erklärte der Systemrisikorat (SRB), der in der Eurozone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, am Mittwoch.
 

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EU gibt Banken vier Jahre für Aufbau von Krisen-Puffer

Berlin/Frankfurt (APA/Reuters) - In der "Cum-Cum"-Affäre um Steuertricks mit Dividendenpapieren rechnen zahlreiche deutsche Banken mit Straf- und Steuernachzahlungen. 77 Institute erwarten wegen der Steuertricks Belastungen von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro, wie es in einer Reuters vorliegenden Antwort des deutschen Finanzministeriums und der Finanzaufsicht BaFin auf eine Anfrage der Grünen heißt.
 

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Deutsche Banken stellen wegen Steuertricks halbe Milliarde zurück