Europas Leitbörsen zur Eröffnung mehrheitlich im roten Bereich

Frankfurt am Main - Nach starken Kursgewinnen vor dem Wochenende sind die europäischen Leitbörsen mehrheitlich schwächer in die neue Handelswoche gestartet. Der Euro-Stoxx-50 stand am Montag gegen 9.30 Uhr mit 0,81 Prozent oder 29,60 Punkten im Minus bei 3.619,88 Einheiten.

Auch der DAX in Frankfurt fiel 0,13 Prozent oder 15,62 Zähler auf 11.694,11 Punkte. In London stieg dagegen der FTSE-100 mit 0,19 Prozent oder 13,50 Punkte auf 7.060,32 Punkte. Zum Wochenstart richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger wieder stärker auf Griechenland. Heute treffen die Euro-Finanzminister erneut zusammen um über die Griechenland-Krise zu beraten. Die Eurogruppe will dabei die Fortschritte des pleitebedrohten Staates bewerten, mit endgültigen Entscheidungen wird jedoch nicht gerechnet.

Positive Vorgaben aus Asien sorgten dagegen nicht für nennenswerte Unterstützung. Für Auftrieb in Fernost sorgte eine neuerliche Leitzinssenkung der chinesischen Notenbank. Um der Wirtschaft neue Impulse zu verleihen wurde der Schlüsselzins von 5,35 Prozent auf 5,1 Prozent herabgesetzt. Damit hat die Notenbank den Zinssatz seit November nun drei Mal nach unten geschraubt.

Ans Ende der Kurstafel des Euro-Stoxx-50 sackten Airbus mit minus 3,36 Prozent ab, nachdem ein militärisches Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M in Spanien abgestürzt war. Bei dem Unglück kamen am Samstag vier der sechs Besatzungsmitglieder ums Leben. Die beiden anderen wurden schwer verletzt gerettet. Einer der beiden sprach später laut Presseberichten von Triebwerksproblemen. Vor diesem Hintergrund büßten auch die Aktien des Triebwerkbauers MTU gut 1,74 Prozent ein.

Angeführt wurde der europäische Leitindex dagegen von Werten aus der Elektronikbranche. Nokia-Papiere zogen um 2,26 Prozent an. Marktteilnehmer verwiesen auf positive Analystenkommentare. So hat die Exane BNP ihre Empfehlung für die Aktien von "Neutral" auf "Outperform" angehoben. Ebenfalls unter den größten Kursgewinnern rangierten Philips-Titel mit plus 0,67 Prozent.

In Frankfurt setzte sich indessen die Berichtssaison fort. Der Versicherer Talanx trotzte den Folgen von Orkan "Niklas" und hohen Brandschäden in der Industrie im ersten Quartal und übertraf die Erwartungen von Experten. Die Aktien zogen um 2,97 Prozent an. Auch für die Papiere des Anlagenbauers Gea Group ging es nach detaillierten Geschäftszahlen und einem optimistischeren Ausblick um 2,18 Prozent nach oben.

Royal Bank of Scotland (RBS) fielen in London um 0,79 Prozent. Medienberichten zufolge prüft das britische Finanzministerium den vorzeitigen Verkauf von Anteilen an der RBS. Dabei nehme Finanzminister George Osborne auch einen Verlust in Kauf, berichtete die "Sunday Times". Auch von Lloyds-Aktien wolle sich die Regierung im Zuge eines beschleunigten Ausstiegs aus ihren Beteiligungen im Finanzsektor trennen. Lloyds gaben 0,17 Prozent ab.

Madrid (APA/Reuters) - Die Korrektur der Bilanz für 2017 versetzt den Aktien von Dia einen weiteren Schlag. Die Titel der hoch verschuldeten spanischen Supermarktkette fielen am Montag um mehr als 20 Prozent auf ein Rekordtief von 0,70 Euro.
 

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Spanische Supermarktkette Dia musste Bilanz 2017 korrigieren

München (APA/dpa/Reuters) - Die US-Kartellbehörde FTC hat die milliardenschwere Fusion des deutschen Industriegaseherstellers Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum weltgrößten Industriegase-Konzern unter Auflagen genehmigt. Das teilte die Behörde am Montag mit.
 

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USA genehmigen Linde-Praxair-Fusion unter Auflagen

Wien (APA) - Die Wettbewerbsbehörde (BWB) will stärker gegen unfaire Geschäftspraktiken zwischen großen und kleinen Betrieben vorgehen. "Die Benachteiligung von marktschwachen Vertragspartnern kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen", sagte BWB-Chef Theodor Thanner am Montag bei der Präsentation eines "Fairnesskatalogs für Unternehmen".
 

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BWB will schärfer gegen unfaire Geschäftspraktiken vorgehen