Europas Leitbörsen zur Eröffnung deutlich leichter

Die Leitbörsen in Europa haben sich am Donnerstagvormittag mit etwas schwächerer Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.15 Uhr mit minus 0,83 Prozent oder 23,42 Punkte bei 2.806,88 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,87 Prozent oder 83,76 Zähler auf 9.522,95 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,65 Prozent oder 38,88 Einheiten auf 5.927,92 Punkte.

Die europäischen Börsen folgten den sehr schwachen Vorgaben aus Tokio. Die Bank of Japan hat sich am Donnerstag entgegen den Erwartungen der Anleger gegen weitere Lockerungsmaßnahmen in der Geldpolitik entschieden. Der daraufhin steigende Yen-Kurs lastete vor allem auf Exportwerten und lies den japanischen Leitindex Nikkei-225 um 3,05 Prozent fallen.

Die US-Notenbank hatte am Vorabend mit Blick auf die bevorstehende Abstimmung über einen Austritt Großbritanniens aus der EU ebenfalls verkündet, vorerst keine Änderungen in der Geldpolitik vorzunehmen.

In Europa stehen heute bei der Schweizer Notenbank und der Bank of England zwei weitere geldpolitische Entscheidungen auf dem Kalender. Darüber hinaus kommen aus den USA aktuelle Zahlen über die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Daten zu den Konsumentenpreisen und der Philadelphia-Fed-Index.

Bei den Einzelwerten waren Papiere des finnischen Konzerns Nokia nach Handelsstart zwischenzeitlich die einzigen Gewinner im Euro-Stoxx-50: Sie legten um 0,49 Prozent zu und profitierten dabei offenbar weiterhin von einem Geschäft mit China Mobile, mit dem die Finnen ihre Position in China stärken wollen.

Am schwächeren Ende des europäischen Leitindexes fanden sich Bankaktien wieder: Banco Santander (minus 2,44 Prozent), Deutsche Bank (minus 2,60 Prozent) und UniCredit (minus 2,75 Prozent) bildeten das Schlusslicht. Die Negativentwicklung bei Bankaktien wird von Marktbeobachtern mit einem möglicherweise bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU erklärt.

Spitzenreiter im DAX sind die Titel von ThyssenKrupp mit einem Gewinn von 2,34 Prozent. Sie profitierten von einer Kaufempfehlung der Investmentbank Merrill Lynch.

In London führten die Rohstoffkonzerne Randgold (plus 3,56 Prozent) und Fresnillo (plus 2,56 Prozent) den Leitindex an.

Lauda-Airline kann Mitarbeitern in Deutschland Gehalt nicht auszahlen

Lauda-Airline kann Mitarbeitern in Deutschland Gehalt nicht auszahlen

Der Streit zwischen der Ryanair-Tochter Laudamotion und der Gewerkschaft …