Europas Leitbörsen drehen in Minusbereich ab

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf einheitlich leicht in den Minusbereich gedreht. Damit ist die Aufwärtswelle, die nach Fortschritten im Handelsstreit der USA mit Mexiko eingesetzt hatte, zunächst ausgelaufen. Hinzu kommt, dass eine Lösung in den Handelskonflikten der USA mit anderen Ländern, besonders mit China, noch nicht absehbar ist. Zudem befinden sich die Aktienmärkte in einem saisonal und zyklisch ungünstigen Umfeld, wie die technischen Analysten der DZ Bank betonten.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 6,87 Einheiten oder 0,20 Prozent auf 3.440,70 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.10 Uhr mit 12.503,43 Punkten und minus 23,99 Einheiten oder 0,19 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London fiel um 48,47 Zähler oder 0,64 Prozent und steht nun bei 7.568,75 Stellen.

Auf Unternehmensseite liegt eine recht magere Meldungslage vor. In London zogen die Aktien der britischen Softwarefirma Micro Focus um 2,1 Prozent hoch. Das Unternehmen hatte ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt.

Im Euro-Stoxx-50 büßten die Aktien von Inditex um satte sechs Prozent auf 26,57 Euro ein. Hier könnte eine negativere Analystenmeinung belastet haben. Die Experten von Morgan Stanley nahmen ihre Anlageempfehlung für die Aktie des spanischen Textilunternehmens von "equalweigth" auf "underweight" zurück und kappten ihr Kursziel von 26 auf 21 Euro.

RTL-Aktien zogen nach Zahlenvorlage 5,5 Prozent hoch. Die Rückkehr der von der Tochter FremantleMedia produzierten Show "American Idol" hat den TV-Konzern im zweiten Quartal angetrieben. Konzernweit zog der Umsatz um 3,6 Prozent auf 1,63 Mrd. Euro an.

Allianz-Anteilsscheine legten 0,3 Prozent auf 187,88 Euro zu. Die Allianz zählt laut der französischen Großbank Societe Generale zu den größten Profiteuren eines für Versicherer insgesamt günstigen Geschäftsumfeldes. Analyst Nick Holmes stufte die Papiere des DAX-Konzerns daher von "Hold" auf "Buy" hoch und schraubte das Kursziel von 195 auf 215 Euro nach oben.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte