Europas Leitbörsen schließen tiefrot

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag nach einer sehr bewegten Handelssitzung mit Verlusten ins Wochenende gegangen. Nachdem die europäischen Indizes im Verlauf tiefer in die Verlustzonen gezogen waren, sorgte ein zunächst deutlich positiver Start an den US-Börsen kurzzeitig für Rückenwind.

Schlussendlich verlor der Euro-Stoxx-50 jedoch sehr deutliche 1,52 Prozent auf 3.325,99 Zähler. Damit ergibt sich für den Eurozonen-Leitindex ein Wochenminus von mehr als fünf Prozent.

Die große Unsicherheit, welche Anleger an den Börsen an den vorangegangenen Tagen zum Ausverkauf trieb, dürfte primär von Sorgen um ansteigende US-Zinsen ausgehen. "Die Angst vor steigenden Zinsen hält die Börsen weiterhin im Würgegriff", war noch vor Börsenstart in Europa von Portfolio-Manager Thomas Altmann zu hören. Weltweit starke Wirtschaftsdaten könnten die Notenbanken dazu bewegen, den Strom des Billiggeldes deutlich schneller abebben lassen als bisher angenommen, hatte es zudem von weiteren Quellen geheißen.

Neben dem Auf und Ab an den Aktienmärkten, dürften auch Konjunkturdaten ein wenig Beachtung gefunden haben. Denn in Frankreich und Italien erhielt die Industrieproduktion im Dezember deutlichen Schwung, während die entsprechenden Zahlen aus Großbritannien enttäuschten.

Unternehmensseitig rückten auch Werte berichterstattender Unternehmen in den Fokus. So schlossen L'Oreal mit einem kleinen Kursplus von 0,32 Prozent. Konzernchef Jean-Paul Agon signalisierte in einem Interview mit der "Financial Times" Bereitschaft, das 23-Prozent-schwere Aktienpaket des Großaktionärs Nestlé zurückzukaufen. Damit könnten die Franzosen ihr Ergebnis je Aktie deutlich nach oben treiben, rechnete Analystin Alicia Forry von Investec vor. Auch mit den Ergebnissen für das vergangene Jahr und der Aussicht auf eine höhere Dividende überzeugte L'Oreal.

Die in Paris notierten Titel von Amundi reduzierten sich dagegen um deutliche 5,78 Prozent. Die kürzlich vorgelegten Zahlen des französischen Vermögensverwalters dürften Investoren enttäuscht haben.

In Kopenhagen verloren die Aktien der Maersk Group 0,29 Prozent. Unter dem Strich machte die dänische Reederei im Geschäftsjahr 2017 einen Verlust von 1,16 Mrd. Dollar.

Die Anteilsscheine der Lufthansa gingen um 0,68 Prozent tiefer aus dem Handel. Unter Analysten mehrt sich derzeit die Meinung, dass die rosigen Zeiten für die Aktie vorerst vorbei sein könnten. Gestern hatte das Papier fünf Prozent abgegeben.

Zuletzt traten die Titel der italienischen Mediobanca ins Rampenlicht. Das Finanzinstitut hatte zuvor seine Dividendenprognosen angehoben. Mediobanca-Anteilsscheine verteuerten sich um 0,70 Prozent.

~ Index Änderung Änderung Zuletzt Punkte Prozent Wien ATX 3.354,12 -44,36 -1,31 3.398,48 Frankfurt DAX 12.107,48 -152,81 -1,25 12.260,29 London FT-SE-100 7.092,43 -78,26 -1,09 7.170,69 Paris CAC-40 5.079,21 -72,47 -1,41 5.151,68 Zürich SPI 10.007,05 -96,51 -0,96 10.103,56 Mailand FTSEMIB 22.166,75 -299,85 -1,33 22.466,60 Madrid IBEX-35 9.639,60 -116,70 -1,20 9.756,30 Amsterdam AEX 518,33 -7,79 -1,48 526,12 Brüssel BEL-20 3.876,33 -35,63 -0,91 3.911,96 Stockholm SX Gesamt 1.500,18 -19,59 -1,29 1.519,77 Europa Euro-Stoxx-5 3.325,99 -51,31 -1,52 3.377,30 0 Euro-Stoxx 369,71 -4,67 -1,25 374,38 ~

Jena (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Euro-Finanzminister eine Absage erteilt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag in Jena plädierte die Kanzlerin zudem dafür, den geplanten Eurozonen-Haushalt als Teil des EU-Haushalts zu schaffen und nicht als eigenständiges Etat für die 19 Länder der Währungsunion. Einem Euro-Finanzminister fehlten zwei entscheidende Dinge, sagte Merkel.
 

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Merkel lehnt Euro-Finanzminister ab

Jena (APA/Reuters) - Die beschlossene PKW-Maut soll nach Angaben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden. "Jetzt ist das wieder auf der Tagesordnung", sagte Merkel am Dienstag auf einem Bürgerdialog in Jena. "Das soll noch in dieser Legislaturperiode kommen." Das Gesetz sei beschlossen, momentan liefen die Ausschreibungsverfahren, wer die Pkw-Maut eintreiben solle.
 

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Merkel: Pkw-Maut soll bis 2021 umgesetzt werden

Regensburg/Wien/Donauraum (APA/dpa/) - Der Sommer sorgt für einen Negativrekord in Deutschland: Noch nie zuvor wurde ein so niedriger Wasserstand auf der Donau gemessen wie am Wochenende. Deshalb konnten keine Schiffe mehr auf dem bayrischen Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf fahren. Anders ist die Situation in Österreich: "Schifffahrt frei" vermeldet DoRIS, das Donau River Information System auf seiner Online-Präsenz.
 

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Deutsche Donauschifffahrt steht still - Österreich ohne Sperren