Europas Leitbörsen schließen uneinheitlich

Frankfurt am Main (APA) - Europas Leitbörsen sind an einem impulsarmen Wochenauftakt in enger Bandbreite ohne gemeinsame Richtung aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 12,02 Einheiten oder 0,31 Prozent auf 3.828,78 Zähler.

Nachdem die Aktienmärkte Europas zuletzt ihre Höhenflüge fortgesetzt hatten, blieben zu Wochenbeginn in Ermangelung an neuen Konjunktur- und Unternehmenszahlen größere Impulse aus. Lediglich enttäuschende chinesische Handelszahlen für März belasteten zur Eröffnung den Handel. Ein Analyst konstatierte: "Es sind sehr schwache Zahlen, klar unter den Erwartungen. Das ist ein Warnsignal, sowohl für die globale Nachfrage, als auch Chinas Wettbewerbsfähigkeit."

Stärkster Index unter den europäischen Leitbörsen war der Madrider IBEX 35, der mit einem Plus von 1,00 Prozent auf 11.866,40 Punkte seinen Höchststand seit dem Jahr 2010 erreicht hat. Am Berichtstag wurde der spanische Aktienmarkt unter anderem von Gewinnen in Telefonica (plus 2,12 Prozent) und BBVA (plus 1,59 Prozent) gestützt.

Größter Verlierer im Auswahlindex Euro-Stoxx-50 waren die Aktien von Volkswagen mit einem Minus von 1,80 Prozent. Beobachter verweisen auf den fortgesetzten Machtkampf zwischen dem Vorstandschef Martin Winterkorn und VW-Patriarch Ferdinand Piech. Nun hat der unter Druck stehende Konzernchef Martin Winterkorn Unterstützung aus Politik und Wirtschaft erhalten.

Gut gesucht präsentierten sich Nokia, die sich um 1,86 Prozent verteuerten. Bereits am Freitag waren die Aktien des Handykonzerns klar im Plus, nachdem Gerüchte über einen möglichen Verkauf der Kartensparte bekannt wurden. Die Einnahmen könnten laut einem Analysten von Kepler-Cheuvreux für eine Übernahme des französischen Konkurrenten Alcatel-Lucent verwendet werden, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg. Infolge stiegen auch Alcatel-Lucent um 0,97 Prozent.

Heineken legten 0,54 Prozent zu. Der niederländische Brauriese soll laut Medienberichten den größten slowenischen Getränkekonzern Pivovarna Lasko übernehmen. Von allen fünf Bietern hat Heineken den höchsten Preis für den Mehrheitsanteil angeboten, meldeten slowenische Medien mit Bezug auf informelle Quellen.

~ Index Änderung Änderung Zuletzt Punkte Prozent Wien ATX 2.646,71 26,19 1,00 2.620,52 Frankfurt DAX 12.338,73 -36,00 -0,29 12.374,73 London FT-SE-100 7.064,30 -25,47 -0,36 7.089,77 Paris CAC-40 5.254,12 13,66 0,26 5.240,46 Zürich SPI 9.459,68 -35,28 -0,37 9.494,96 Mailand FTSEMIB 24.008,91 131,66 0,55 23.877,25 Madrid IBEX-35 11.866,40 117,10 1,00 11.749,30 Amsterdam AEX 508,66 1,49 0,29 507,17 Brüssel BEL-20 3.902,74 -2,97 -0,08 3.905,71 Stockholm SX Gesamt 1.700,36 0,40 0,02 1.699,96 Europa Euro-Stoxx-5 3.828,78 12,02 0,31 3.816,76 0 Euro-Stoxx 392,35 0,93 0,24 391,42 ~

Hannover (APA/dpa) - Die Netzbetreiber Tennet, Gasunie und Thyssengas wollen die Speicherung von erneuerbaren Energien in Gasnetzen vorantreiben. Zur großindustriellen Nutzung der sogenannten Power-to-Gas-Technologie ("Strom zu Gas") wollen sie daher eine 100 Megawatt (MW) starke Anlage in Ostfriesland bauen, wie eine Tennet-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
 

Newsticker

Ökostrom zu Gas - Deutsche Netzbetreiber planen 100-MW-Anlage

Berlin/Hannover (APA/Reuters/dpa-AFX) - Eine Häufung von Groß- und anderen Schäden bei Industriekunden zwingt den Versicherer Talanx zur Senkung seiner Gewinnprognose. Talanx geht für 2018 nun von einem Ergebnis von rund 700 Mio. Euro aus, teilte die Nummer drei unter den deutschen Versicherungskonzernen am Montagabend in Hannover mit. Das wären 150 Millionen weniger als bisher geplant.
 

Newsticker

Industrie-Großschäden machen Versicherer Talanx zu schaffen

Thun (APA/awp/sda) - Der kriselnde Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger unterzieht sich erneut einer Restrukturierung. Das Unternehmen verlagert einen wesentlichen Teil seiner weltweiten Vertriebs- und Servicefunktionen für Standard-Photovoltaik-Lösungen von Europa nach Asien, insbesondere nach China. Dies kostet erneut Stellen.
 

Newsticker

Schweizer Solarzulieferer verlagert nach Asien, streicht Jobs