Europas Kinokassen gefüllt wie nie zuvor

Mit 7,3 Milliarden Euro ist so viel in die Kinokassen Europas geflossen wie nie zuvor. Der Marktanteil europäischer Filme beläuft sich auf 26,1 Prozent - das Interesse an europäischen Filmen ist gesunken.

Wien. Die Einspielergebnisse an den Kinokassen in den 28 EU-Mitgliedstaaten haben 2015 ein Rekordniveau erreicht: Mit 7,3 Milliarden Euro lagen die Erlöse um 16 Prozent höher als 2014 - das ist (nicht inflationsbereinigt) der bisher höchste Wert, teilte die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle am Mittwoch mit. Grund sei nicht nur der Anstieg der Besucherzahlen, sondern auch der Ticketpreise.

Demnach stieg die Zahl der verkauften Tickets um 7,4 Prozent auf 976 Millionen und der (geschätzte) durchschnittliche Eintrittspreis in der EU von 7 auf rund 7,50 Euro. In sämtlichen Kinomärkten (mit Ausnahme von Malta und Frankreich, von denen keine vorläufigen Daten vorliegen), gab es ein Plus bei den Bruttoeinspielergebnissen - so auch in Österreich, um 16,1 Prozent auf 136,9 Mio. Euro. Auch die Zahl der Besucher ist hierzulande um 11,4 Prozent auf 15,9 Millionen angestiegen.

Im Gegensatz zu 2014 ist der Anstieg der Besucherzahlen auf die starken Ergebnisse einiger US-Studiofilme zurückzuführen: 18 der Top-20-Filme in der EU waren Produktionen von US-amerikanischen Majorstudios; die Besucherzahl von US-Filmen stieg um geschätzte 50 Millionen, der Marktanteil auf 64 Prozent.

Angeführt werden die EU-Kinocharts von "Star Wars: The Force Awakens" (39,8 Mio. Besucher), "Minions" (39,5 Mio.), "Spectre" (37,9 Mio.) und "Jurassic World" (30,4 Mio.), die allesamt jeweils mehr als 30 Mio. Kinogeher angezogen haben - ein Wert, den in den beiden Vorjahren kein einziger Film erreicht hat.

Die Zahl der Besucher europäischer Filme ging hingegen zurück und der europäische Marktanteil in der EU sank von dem Rekordwert im Jahr 2014 von 33,5 Prozent auf schätzungsweise 26,1 Prozent, den niedrigsten Wert in den vergangenen fünf Jahren.

Einzelne europäische Filme haben sich dennoch auf einigen nationalen Märkten gut geschlagen, darunter etwa traditionell Frankreich (35,2 Prozent) sowie Deutschland (27,5 Prozent), nicht zuletzt dank des Erfolgs von "Fack Ju Göhte 2". Der EU-Markt mit dem höchsten nationalen Marktanteil ist Großbritannien mit 44,5 Prozent.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro