Europas Börsen schließen nach tiefrotem Montag deutlich tiefer

Die wichtigsten Aktienmärkte in Europa sind mit einem Kursrutsch in die neue Handelswoche gestartet. Der Euro-Stoxx-50 knickte um 94,22 Einheiten oder 3,27 Prozent auf 2.785,17 Zähler ein.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Euro-Stoxx-50 über 5 Prozent eingebüßt und knüpfte nahtlos an die trübe Börsenstimmung an. Börsianer sehen insbesondere die Angst vor einer weiteren Straffung der US-Geldpolitik als Belastungsfaktor. Auch die Volatilität beim Eurokurs und den Ölpreisen wurde als Unsicherheitsfaktor angeführt.

Dazu passend hat sich die Anlegerstimmung im Euroraum im Februar weiter eingetrübt. Wie das Forschungsinstitut Sentix mitteilte, fiel der entsprechende Indikator um 3,6 Punkte auf 6,0 Zähler. Das ist der tiefste Stand seit Anfang 2015. Die Befragten stuften sowohl die aktuelle Lage als auch die zu erwartende Entwicklung schlechter ein. Daneben hat sich auch die Geschäftsstimmung in Großbritannien im Februar auf ein Dreijahres-Tief eingetrübt.

Verstärkend hinzu kam zu Wochenbeginn jedenfalls ein Abverkauf bei europäischen Bankaktien. Zuletzt hatten einige Branchengrößen, darunter Deutsche Bank und Credit Suisse, Milliardenverluste veröffentlicht. Dies steigert zusehends das Misstrauen innerhalb des Bankensektors, was die Kosten sogenannter Credit Default Swaps (CDS) für den Finanzsektor zu Wochenbeginn auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren trieb.

Im Euro-Stoxx-50 säumten folglich Branchengrößen wie Deutsche Bank (minus 9,50 Prozent), Societe Generale (minus 6,12 Prozent) Banco Santander (minus 6,21 Prozent) und BBVA (minus 5,61 Prozent) das untere Indexende.

Auch UniCredit sackten um 5,82 Prozent ab. Leonardo Del Vecchio, Chef des weltgrößten Brillenkonzerns Luxottica, fordert über seine Holding "Delfin" als Aktionär der UniCredit einen Wechsel an der Spitze der Mailänder Bank. UniCredit veröffentlicht am Dienstag die Jahresergebnisse 2015.

Besonders heftig erwischte es die Athener Börse, die auf ihren tiefsten Stand seit über 25 Jahren fiel. Der Athener Athex Composite Index brach um 7,87 Prozent ein, auch hier waren Bankaktien wie Eurobank (minus 29,20 Prozent), National Bank of Greece (minus 25,91 Prozent) oder Piraeus (minus 27,21 Prozent) größte Verlierer.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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