Europas Börsen im Frühhandel im tiefroten Bereich - China belastet

Frankfurt am Main - Die Leitbörsen in Europa haben am Montag im Frühhandel erneut schwere Kursverluste verzeichnet. Die Unsicherheit um den Zustand der chinesischen Wirtschaft halten nach dem jüngsten Kursrutsch an Chinas Börsen an. Gegen 10.30 Uhr lag der Euro-Stoxx-50 3,05 Prozent oder 99,05 Punkte im Minus und stand damit bei 3.148,21 Einheiten.

In Frankfurt verlor der deutsche Leitindex DAX 3,10 Prozent oder 313,63 Zähler auf 9.810,89 Punkte. In London fiel der FTSE-100 um 2,47 Prozent oder 153,04 Einheiten auf 6.034,61 Punkte.

Die Handelswoche beginnt wie die vergangene geendet hatte: Die Anleger schicken die europäischen Aktienmärkte auf Talfahrt, die Unsicherheit um China dominiert den Handel. Bereits am Freitag hatten die europäischen Aktienmärkte im tiefroten Bereich geschlossen und Verluste von um die drei Prozent verzeichnet. Auf Wochensicht hatte der Euro-Stoxx-50 ein Minus von fast siebeneinhalb Prozent eingefahren.

In China ist kein Ende der Turbulenzen in Sicht: Die Börsen in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt haben zu Wochenbeginn trotz umfangreicher Gegenmaßnahmen der Regierung erneut schwere Verluste eingefahren. Die chinesische Regierung hatte am Wochenende angekündigt, dass Pensionsfonds künftig in Aktien investieren dürfen. Marktbeobachtern zufolge hoffen die Anleger aber auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik, die bisher ausblieb.

Daneben belastet der starke Euro. Die Gemeinschaftswährung notierte am Vormittag knapp unter der Marke von 1,15 Dollar. Angesichts der Unsicherheiten um China bezweifeln immer mehr Anleger, dass die US-Notenbank Fed bereits im September die Zinsen erhöhen wird. Dies stärkt den Euro zum Dollar, belastet aber die europäischen Aktienmärkte, weil ein stärkerer Euro die Produkte der Exportwirtschaft außerhalb der Eurozone verteuert.

Im Euro-Stoxx-50 notierten sämtliche Werte in der Verlustzone. Unter den stärksten Verlierern waren im Frühhandel Airbus (minus 4,60 Prozent), ASML (minus 3,81 Prozent) und Deutsche Bank (minus 3,80 Prozent). Die geringsten Verlusten im Index fuhren LVMH (minus 1,65 Prozent) und Deutsche Post (minus 1,82 Prozent) ein. In Sachen Unternehmensnachrichten blieb es am Vormittag ruhig.

Wien/Bochum (APA) - Buwog-Chef Daniel Riedl widerspricht dem Vorwurf, die Bundeswohnungen seien 2004 von der damaligen Bundesregierung zu billig verkauft worden. Zur in diesen 14 Jahren eingetretenen Wertsteigerung von 588 Mio. auf 3,2 Mrd. Euro, soviel bietet die deutsche Vonovia, sagte Riedl am Freitag im Ö1-"Mittagsjournal" des ORF-Radios: "Ich bin persönlich stolz drauf."
 

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Buwog-Chef Riedl verteidigt kräftige Wertsteigerung des Unternehmens

Wien (APA) - Bei der insolventen Wienwert-Holding hat am Freitag die erste Gläubigerversammlung stattgefunden. Laut Bericht des Masseverwalters Norbert Abel beträgt das liquide Vermögen derzeit gerade einmal 40.000 Euro, berichtete Anlegeranwalt Lukas Aigner am Nachmittag. Die Anleihen seien aus Sicht des Masseverwalters faktisch nicht besichert.
 

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Wienwert-Masseverwalter: 40.000 Euro Vermögen, Bonds nicht besichert

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi hat nach einem Gewinnsprung 2017 einen klaren Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gescheut. Das sorgte an der Börse für Enttäuschung: Vivendi-Aktien brachen am Freitag zeitweise um knapp neun Prozent ein und waren größter Verlierer im Parise Auswahlindex CAC 40.
 

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Medienkonzern Vivendi lässt Anleger über 2018 im Dunkeln: Aktie fällt