Europas Börsen erholen sich weiter - China-Daten helfen

Ermutigende China-Daten und ein erstmals seit acht Tagen wieder steigender Ölpreis haben die Stimmung am europäischen Aktienmarkt zur Wochenmitte aufgehellt. Dax und EuroStoxx setzten ihren Erholungskurs des Vortages fort. Der deutsche Leitindex stieg am Mittwoch um 1,4 Prozent auf 10.120 Zähler, sein europäisches Pendant um 1,6 Prozent.

Exportweltmeister China hat zum Jahresausklang 2015 einen Absturz verhindert. Zwar fielen die Ausfuhren im Dezember den sechsten Monat in Folge - allerdings nur um 1,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Vor allem die anziehende Nachfrage aus Europa und Australien half. "Das ist es, worauf der Markt gewartet hat: Gute Wirtschaftsdaten aus China", fasste Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets zusammen.

In der vergangenen Woche hatte der Dax wegen der Furcht vor einer ausgeprägten Wachstumsschwäche in China den schlechtesten Jahresauftakt seiner Geschichte hingelegt. Die Sorgen um die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft können Anleger allerdings noch nicht ad acta legen: Die chinesischen Leitindizes verloren am Mittwoch jeweils rund zwei Prozent.

ÖLPREISE ERHOLEN SICH VON AUSVERKAUF

Am Ölmarkt erholten sich die Preise. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich am Mittwoch um 2,7 Prozent auf 31,70 Dollar je Barrel, US-Leichtöl WTI wurde mit 31,30 Dollar je Fass 2,8 Prozent höher gehandelt. WTI war zuvor erstmals seit Dezember 2003 unter die psychologisch wichtige Marke von 30 Dollar gerauscht. "Wir sehen hier einen Sprung nach oben, aber eine Trendwende ist nicht auszumachen", ein Händler.

Dem Ölpreis machen seit Monaten das weltweite Überangebot bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage zu schaffen. Anders als in früheren Jahren haben die Opec-Staaten bislang nicht mit Förderkürzungen reagiert, um den Preis zu stützen. Im Gegenteil: Sie pumpen ebenfalls mehr Öl, um so ihre Marktanteile zu verteidigen. Als Hauptgrund für das Überangebot gilt der Schieferölboom in den USA.

VW-ANLEGER SETZEN HOFFNUNG AUF GESPRÄCHE MIT US-BEHÖRDEN

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten die Autowerte, die zuletzt stark unter die Räder gekommen waren. Daimler und BMW rückten in der Spitze um mehr als zwei Prozent vor. Volkswagen gewannen 2,9 Prozent. Hier setzten Anleger auf eine Lösung der Diesel-Probleme in den USA. "Es gibt die Hoffnung auf eine Verständigung zwischen VW und den US-Behörden", sagte ein Händler. Im Laufe des Tages will sich VW-Chef Matthias Müller mit der Chefin der US-Umweltbehörde EPA, Gina McCarthy, treffen, um mit ihr die Pläne zur Reparatur der 600.000 in den USA vom Abgasskandal betroffenen Fahrzeuge zu beraten. Der US-Bundesstaat Kalifornien hatte die Vorschläge von Volkswagen zur Reparatur der Fahrzeuge mit 2,0-Liter-Diesel-Motoren am Dienstagabend als unzureichend abgelehnt.

Im Nebenwerteindex MDax machten Südzucker -Anleger nach Bekanntgabe starker Geschäftszahlen Kasse. Die Aktien des größten europäischen Zuckerproduzenten rutschten um 13 Prozent, nachdem sie zunächst rund drei Prozent im Plus gelegen hatten.

New York (APA/dpa) - Tesla-Chef Elon Musk hat mit seinen waghalsigen Tweets zum möglichen Börsenabgang seiner Firma einem Fernsehbericht zufolge nun offizielle Untersuchungen der US-Börsenaufsicht ausgelöst. Die Investoren schicken daraufhin die Tesla-Aktie auf Talfahrt.
 

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US-Börsenaufsicht lädt alle Tesla-Vorstände vor - Bericht

Wien (APA) - Der in London börsennotierte Feuerfestkonzern RHI Magnesita hat im ersten Halbjahr deutlich mehr Geschäft gemacht und gut verdient. Geholfen haben Preiserhöhungen, aber auch die gelieferten Mengen legten zu. RHI Magnesita profitierte von den US-Strafzöllen auf Stahlimporte, die zu einer höheren lokalen Produktion und damit zu mehr Magnesitimporten führten.
 

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RHI Magnesita mit gutem Halbjahr auch dank US-Stahlzöllen

Wellington (APA/AFP) - Im Kampf gegen einen massiven Anstieg der Immobilienpreise sollen Ausländer in Neuseeland künftig nur noch in Ausnahmefällen Wohneigentum kaufen können. Durch ein am Mittwoch verabschiedetes Gesetz, mit dem Regierungschefin Jacinda Ardern ihr Wahlkampfversprechen für erschwinglichen Wohnraum umsetzen will, wird der Erwerb von Häusern durch Nicht-Neuseeländer deutlich eingeschränkt.
 

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Neuseeland schränkt Kauf von Wohneigentum durch Ausländer ein